Die Geschichte der Blindeninstituts-Stiftung

Die Blindeninstituts-Stiftung wurde von einem adeligen Mann in Würzburg gegründet. Das war vor über 150 Jahren. Der Mann hieß Moritz Graf-zu-Bentheim und er war ein großer Menschenfreund. Es gab damals keine Schule für blinde Menschen und sie konnten keinen Beruf lernen. Sie haben in ihrer Familie gelebt oder hatten kein Zuhause, und waren sehr arm.
Damit blinde Menschen Geld verdienen können, müssen sie einen Beruf erlernen, in dem sie auch arbeiten können ohne etwas zu sehen. Deshalb gründete Moritz Graf-zu-Bentheim eine Schule, in der blinde Kinder und Jugendliche lernen und wohnen konnten.

Es gibt viele Blindeninstitute in Bayern

Außer in Würzburg wurden diese Schulen auch in anderen Städten in Bayern gegründet. Sie werden Blindeninstitute genannt. Die Blindeninstitute gibt es in Elsenfeld, Rückersdorf/Nürnberg, Kulmbach, Regensburg und München. Es gibt auch ein Blindeninstitut in Schmalkalden, das ist eine Stadt in Thüringen.

Hier leben Menschen, die blind sind oder eine Sehbehinderung haben. Viele dieser Menschen haben eine weitere Behinderung und können zum Beispiel nichts hören oder nicht laufen.

In den Blindeninstituten kann man zur Schule gehen, in einer Wohngruppe wohnen oder in einer Werkstatt arbeiten. Es gibt viele Mitarbeiter, die sich um die blinden Menschen kümmern. Das sind zum Beispiel Lehrer und Erzieher.
Viele Menschen mit Behinderung brauchen eine besondere Unterstützung, um besser Sprechen zu lernen oder sich besser bewegen zu können, das wird Therapie genannt. In  den Blindeninstituten gibt es viele verschiedene Therapien. Es gibt zum Beispiel Schwimmen, Reiten oder Musiktherapie.