Das einzig Wichtige sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.
— Albert Schweitzer

Mit dieser Aussage unterstreicht Albert Schweitzer das, was viele Menschen bewegt, wenn sie sich mit den „letzten Dingen“ ihres Lebens beschäftigen.

Spuren hinterlassen, anderen Menschen eine Brücke in eine gute Zukunft bauen, dankbar etwas von dem zurückgeben wollen, was man selbst vielleicht reichlich erfahren durfte – all das sind Gründe, die Menschen motivieren, wenn es um Entscheidungen bezüglich ihres Erbes geht. Dabei bedenken immer mehr Menschen nicht nur ihre Lieben, sondern engagieren sich mit ihrem Nachlass auch für besondere gesellschaftliche Anliegen.

Ein Wegweiser rund um das Schenken, Stiften und Vererben

Mit unserer Informationsbroschüre "Spuren hinterlassen" möchten wir Ihnen einen kleinen Wegweiser rund um die Themen "Schenken, Stiften und Vererben" an die Hand geben. Sie lernen dabei Silke kennen - eine künstlerisch begabte junge Frau, die wir Ihnen stellvertretend für die vielen Menschen vorstellen, die Farbe in die Blindeninstitute bringen und auf ihre ganz eigene Art und Weise Spuren hinterlassen.

In der Broschüre finden Sie aber auch Informationen zur Gestaltung eines Testaments und wie Sie Ihren Willen darin klar zum Ausdruck bringen können. Wir zeigen Ihnen auch Möglichkeiten auf, wie Sie sich durch eine Schenkung, eine Zustiftung oder die Errichtung einer Treuhandstiftung schon zu Lebzeiten für Anliegen engagieren können, die Ihnen am Herzen liegen.

Warum wir Ihre Unterstützung benötigen

Die Blindeninstitutsstiftung ist eine gemeinnützige Organisation und Stiftung, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben staatlich gefördert wird. Diese Förderung sichert aber häufig nur den Grundstandard. Viele Anliegen, die die Lebensqualität der Menschen mit Behinderung erhöhen und gute Schulbedingungen ermöglichen, benötigen zusätzliche Mittel.

Umbaumaßnahmen und notwendige Erweiterungen bezuschusst der Staat beispielsweise zum Teil nur mit 30 bis 60 Prozent, so dass die Stiftung oft Millionenbeträge selbst aufbringen muss. Viele Zukunftsprojekte müssen ohne staatliche Unterstützung auskommen. Aber auch für eine ganze Reihe von ganz alltäglichen Dingen, die das Leben der blinden und sehbehinderten Menschen bei uns bereichern, sind wir auf großzügige finanzielle Unterstützung angewiesen.

Zum Beispiel bei der Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit sehr komplexen Beeinträchtigungen, die eine hohe medizinisch-pflegerische Versorgung oder intensive psychische Betreuung beanspruchen. Immer wieder stehen wir vor der Situation, dass wichtige Anliegen in Bezug auf diese Menschen nicht finanziert werden und Unterstützungsanträge für einzelne Kinder, Jugendliche und Erwachsene nicht akzeptiert werden.

... und was daraus schon gewachsen ist

Mit Hilfe von Nachlässen und größeren Spenden konnten wir in der jüngeren Vergangenheit ganz verschiedene, zum Teil sehr große Projekte verwirklichen. So kam ein Nachlass an allen Blindeninstituten der tiergestützten Therapie und Pädagogik zugute. Seitdem gibt es unter dem Dach der Stiftung Hunde, Pferde, Hühner und andere Tiere. Immer wieder fasziniert es, wie selbst sehbehinderte und blinde Menschen mit intensivsten Mehrfachbehinderungen sich in Begegnungen mit Tieren öffnen können. Ganz neue Lebens- und Beziehungserfahrungen werden möglich.

Eine andere Erbschaft ermöglichte uns, den Plan für ein neues Zuhause für 32 erwachsene Menschen in die Realität umzusetzen. Da die staatlichen Mittel begrenzt und der zu erbringende Eigenanteil sehr hoch war, konnten wir nur mithilfe dieser besonderen Erbschaft das Erwachsenenhaus bauen, das auch baulich auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Mehrfachbehinderungen ausgerichtet ist.

Sie können mitbestimmen, welches Projekt Ihnen am Herzen liegt. Ihr letzter Wille ist uns Verpflichtung. Sprechen Sie uns an, damit wir Sie bei Ihren Entscheidungen beraten können – es stehen Ihnen viele Wege offen: Zustiftungen, Treuhandstiftungen, Schenkungen zu Lebzeiten, Vermächtnisse.