Unterstützte Kommunikation (UK)...

...hat zum Ziel, die Kommunikationsfähigkeiten eines nicht oder kaum sprechenden Menschen zu erweitern. Sie ist damit auch ein Beitrag zum Abbau von Barrieren für Menschen mit Kommunikationseinschränkungen.

Mir fehlen die Worte...

Ein nicht-sprechender Bewohner sucht sich mit Hilfe einer Symbolkarte einen Apfel aus

Du verstehst mich nicht! Keiner hört mir zu! Man hat mich überhaupt nicht gefragt! Schade, dass ich da nicht mit helfen durfte!
Wenn ich Dich doch verstehen könnte!
In diesen Beispielen zeigt sich die zentrale Rolle dessen, was jeder Mensch gerne möchte:

Eigenwirksamkeit spüren, eine wichtige Rolle in den sozialen Bezügen spielen, Erlebnisse mitteilen, Wünsche und Gefühle äußern, sowie andere verstehen und selbst verstanden werden.

UK bietet ...

Ein junger Bewohner im Rollstuhl erzählt seiner Lehrerin mit den Händen

eine Fülle von Elementen, die dies nicht sprechenden oder kaum sprechenden Menschen möglich machen. Die wichtigsten Elemente sind, neben der Nutzung von Gebärden, Mimik, oder Gestik, der Einsatz nicht-technischer (z. B. Bild- und Symboltafeln, Kommunikationsbücher, Ich-Bücher...) und technischer Kommunikationshilfen (z. B. Sprachausgabegeräte).

Interdisziplinarität – der Schlüssel für gelungene individuelle Lösungen

Eine Lehrerin unterhält sich mit ihrer Schülerin. Sie verwendet dazu eine Symbolkarte und ihre Hände.

Unsere Kinder und Jugendlichen bringen individuelle Voraussetzungen mit. Unser Anspruch ist, für jeden ein maßgeschneidertes Kommunikationssystem zu entwickeln.
 
Dies gelingt durch eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen (z. B. Logopädie, Schule, Wohngruppen).

Ein wichtiges Instrument ist dabei auch der institutseigene Arbeitskreis UK. Hier lernen die Mitarbeiterinnen neue Methoden der Unterstützten Kommunikation kennen und setzen diese um.