Christiane, Gesundheits- und Krankenpflegerin

Seit 2015 arbeitet Christiane als Gesundheits- und Krankenpflegerin im Blindeninstitut Thüringen in Schmalkalden – eine herausfordernde Tätgikeit, die der 29-Jährigen viel Spaß macht.
Christiane ist Gesundheits- und Krankenpflegerin im Blindeninstitut Thüringen in Schmalkalden.

Was hat dich motiviert, dich im Blindeninstitut zu bewerben?

Ich suchte nach einer Alternative zum Krankenhausalltag im 3-Schicht-System und einen wohnortnahen Arbeitsplatz. Natürlich war es auch eine Herausforderung, dass es nun um den Umgang und die Pflege von Menschen mit Behinderungen ging. Diese Herausforderung habe ich angenommen und nach meiner Einarbeitungszeit konnte ich mich sehr gut in meine Gruppe integrieren. Auch die gute tarifliche Bezahlung war ein Entscheidungskriterium.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Ein typischer Arbeitstag beginnt mit der Übergabe der Bewohner. Die Fachkraft tauscht sich hier mit der vorherigen Schicht über besondere Vorkommnisse aus. Der jeweilige Tagdienst setzt sich, für sechs Bewohner einer Gruppe, aus einer Fachkraft (Krankenschwester oder Erzieherische Fachkraft) und einer Pflegekraft zusammen. Jeder betreut somit drei Bewohner.
Ich als Krankenschwester habe in meinem Dienst die Verantwortung für die korrekte Gabe von Nahrung und Medikamenten, größtenteils über PEG und PEJ-Sonden. Das erfordert hohe Konzentration. Die tägliche Körperpflege der Bewohner ist ein wichtiger Bestandteil des Tagesablaufes, hier steht vor allem die Behandlungspflege für uns als Krankenschwestern im Vordergrund.
Gibt es Auffälligkeiten bzw. ändert sich der Gesundheitszustand eines Bewohners, habe ich die Möglichkeit, zeitnah mit Institutsärztin Frau Mau Rücksprache zu halten und den Bewohner bestmöglich medizinisch zu versorgen. Darüber hinaus ist einmal monatlich eine Arztsprechstunde für jeden einzelnen Bewohner, die ich als Krankenschwester begleite. Gelegentlich kommen auch Arzttermine außer Haus vor, die dann jeweils von einem Mitarbeiter der Gruppe begleitet werden.
Auch ist es wichtig, immer ein Auge auf die Funktionstüchtigkeit aller medizinischen Geräte wie Nahrungspumpen, lnhalationsgeräte, Überwachungsgeräte usw. zu haben und im Bedarfsfall zu reagieren. Einmal bis zweimal jährlich findet eine Teambesprechung für alle Krankenschwestern im Haus statt, in der wichtige Fragen und Probleme geklärt werden können oder man sich einfach nur austauschen kann.

Noah, FSJ

Ein junger Mann mit einer schwarzen Mütze schaut durch eine Lupe.
Noah ist 18 und macht seit September 2017 ein Freiwilliges Soziales Jahr im Blindeninstitut Würzburg Kinder und Jugendliche.

Augen auf bei der Berufswahl“ – bist du zufrieden mit deinem Beruf?

Ich hab mein FSJ gemacht, um neue Erfahrungen zu sammeln und – definitiv – ich bin vollends zufrieden mit meiner Entscheidung! Ich wusste schon vorher, dass ich gern Erzieher werden. Die Frage war, entweder ein Jahr etwas anderes zu machen oder es sinnvoll zu überbrücken. Ich hab mega viel gelernt und es war echt super cool bis jetzt.

Was hat dich motiviert, dich im Blindeninstitut zu bewerben?

Die Arbeit mit Menschen gefällt mir an sich schon super. Ich arbeite fast täglich, also so fünfmal die Woche ungefähr, mit Menschen zusammen. Und das gefällt mir einfach am besten so: Menschen, der Kontakt, so dieses Soziale an sich. Und auch das Lockere, dieses Familiäre hier in der Gruppe. Ich versteh‘ mich mit jeder Kollegin und jedem Kollegen super. Das hat man nicht oft, dass man im Team sehr viel zusammen erreichen kann.

Nina, Heilerziehungspflege-Schülerin

Eine junge Frau mit nach hinten gebundenen braunen schaut durch eine Lupe.
Nina arbeitet seit Januar 2014 im Blindeninstiut Würzburg Erwachsene. Sie ist Heilerziehungspflege-Schülerin in unserer Förderstätte.

Was war dein schönstes Erlebnis bei der Arbeit im Blindeninstitut?

Es ist schwer aus den wunderschönen Erlebnissen das Schönste herauszusuchen. Ein sehr schönes Erlebnis war, dass eine Bewohnerin vor Lachen geweint hat. Sie freute sich darüber, dass ein Becher heruntergefallen war und laut geklappert hat.

Was gefällt dir besonders gut an deiner Arbeit im Blindeninstitut?

Die Individualität der Bewohner und deren Ausdrucksweisen ...

Silvia, Heilerziehungspflegerin

Eine junge Frau mit roten Haaren und Piercings schaut durch eine Lupe.
Silvia ist seit 2007 in der Stiftung und arbeitet als Heilerziehungspflegerin in einer Wohngruppe im Blindeninstitut Würzburg Erwachsene.

Was hat dich motiviert, dich im Blindeninstitut zu bewerben?

Mich hat damals die Größe des Instituts sowie die breite Spanne an Berufsfeldern, was ich spannend fand, zu einer Bewerbung motiviert. Nach einigen Tagen probearbeiten war für mich klar: Das möchte ich einfach mal ausprobieren und hier würde ich gerne arbeiten. Ich bin damals mit dem FSJ in der Werkstatt ins „Blindi“ eingestiegen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Eigentlich gibt es nicht wirklich „DEN“ typischen Alltag. Die Arbeit auf meiner Wohngruppe besteht darin, die Menschen in ihren unterschiedlichen Tagesabläufen (Mahlzeiten, Freizeitplanung/-aktivitäten, Arztbesuche, Pflege & Hygiene, Arbeit, Behördenkontakte und vieles mehr) zu begleiten und da zu unterstützen, wo es Unterstützung bedarf und diese auch gewünscht ist. Es gibt täglich ähnliche Abläufe, wie z. B. die Tageszeit der Mahlzeiten oder Arbeitszeiten der Gruppenmitglieder. Jedoch ist eigentlich kein Tag wie der andere. Zudem arbeite ich im Schichtdienst und begleite die Leute mal am Morgen/Vormittag und mal am Nachmittag/Abend.