Kernkompetenzen

Innerhalb der komplexen und vielfältigen Handlungsfelder unserer Schule bilden die Bereiche Sehen und Kommunikation Kernkompetenzen.

Die Kernkompetenz Sehen

Das Leben und Lernen in einer überwiegend visuell ausgerichteten Welt stellt besondere Anforderungen an Kinder und Jugendliche mit Sehbehinderung oder Blindheit. Als Schule mit dem Förderschwerpunkt Sehen berücksichtigen wir in besonderem Maße das individuelle Sehvermögen des einzelnen Schülers. Der Förderbereich Sehen zielt darauf ab, dass der Schüler sein Sehvermögen unterstützend nutzt und damit selbstbestimmter lernen kann.
Gezielte, strukturierte visuelle Wahrnehmungsförderung bildet einen wichtigen Schwerpunkt in diesem Förderbereich. Dafür stehen in unserer Schule speziell ausgestattete und reizarm gestaltete Funktionsräume zur Verfügung. Sehförderung bezieht sich aber in großem Maße auch auf die Gestaltung einer für das Kind interessanten und bewusst gestalteten Lernumgebung sowie auf die Bereitstellung attraktiver Sehumwelten im Schulalltag.
Sehen ist bei uns Unterrichtsprinzip. Veranschaulichung und handlungsorientierter Unterricht sind Methoden, die in unserer Schule weit reichend Berücksichtigung finden. Für die Gestaltung des Unterrichts stehen eine Vielzahl geeigneter Materialien, Hilfsmittel und Medien, angefangen von verschiedenen Beleuchtungsarten und -systemen bis Computertechnik, zur Verfügung.

Die Kernkompetenz Kommunikation

Ein Schüler bedient mit dem Großflächenschalter den Laptop auf dem sich ein Gesicht abbildet

Sich mitteilen können, verstanden werden und andere verstehen können, ist eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit. Kommunikation ist an unserer Schule mehr als ein Förderbereich, Kommunikation ist ein weiteres wesentliches Unterrichtsprinzip.
Wir nehmen jeden einzelnen Schüler mit seiner Kommunikation wahr und unterstützen ihn im Aufbau eines für ihn passenden multimodalen Kommunikationssystems. Die Kommunikationsmittel, mit denen wir uns verständigen, reichen von wichtigen basalen Kommunikationsformen wie Atmung über individuelle Gesten, Gebärden und Referenzobjekte bis zu elektronischen Kommunikationsmitteln, Stimme und Sprache.

Die Rhythmisierung, Strukturierung und Ritualisierung von Abläufen, die Veranschaulichung von Dingen und Handlungen sowie die sprachliche Ankündigung und Begleitung von Situationen ermöglichen Verstehen, Antizipation und vermitteln so Sicherheit.

Schüler begrüßen sich gegenseitig zu Unterrichtsbeginn

Von unserem Wissen und Können um das Thema Kommunikation profitieren insbesondere auch sinnesbehinderte Kinder und Jugendliche mit wenig oder keiner Lautsprachenkompetenz und Kinder und Jugendliche mit Hörsehbehinderung/Taubblindheit. Wir sind ihnen Begleiter, bieten eine verlässliche Umgebung und unterstützen und fördern ihre Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit.