Förderung von erwachsenen Menschen mit schweren Behinderungen

Der im Bereich Wohnen für Erwachsene integrierte Förderbereich ist eine tagesstrukturierende Maßnahme im Sinne der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch XII. In dem Förderbereich werden erwachsene Menschen mit schweren und schwersten Behinderungen mit einer Sehbehinderung betreut, die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder in einer Werkstatt für behinderte Menschen tätig werden können.

Musikalisches Angebot im Förderbereich

In dem strukturierten Tagesablauf bietet der Förderbereich als „zweiter Lebensraum“ neben dem Wohnbereich ein weiteres Erlebnis-, Erfahrungs- und Betätigungsfeld an. Es geht vor allem um die erlebbare Trennung von Wohnen und Arbeiten. Die Räumlichkeiten des Förderbereiches befinden sich im selben Gebäude wie die Wohngruppen der Erwachsenen, sind aber von diesen bewusst losgelöst und separiert.

In bestimmten Situationen ist es aufgrund des Schweregrades der Behinderung einzelner Bewohner sinnvoll, die Betätigung in räumlicher Nähe zur Wohngruppe oder sogar in dieser selbst durchzuführen. Diese Nähe ermöglicht es, auf die speziellen pflegerischen und medizinischen Anforderungen zu reagieren.

Spezifische Förderangebote, die Selbstbestimmung stärken

Die ganzheitliche Förderung der zu Betreuenden wird individuell auf die vorhandenen Kompetenzen und Fähigkeiten abgestimmt. Für jeden einzelnen Bewohner werden die Förderziele gemeinsam in einem Förderplan vereinbart sowie regelmäßig reflektiert und in verschiedenen Fördermöglichkeiten mit vielfältigen therapeutischen Materialien umgesetzt.

Einige wesentliche Ziele sind die Erhaltung und Stabilisierung:

  • von Selbstständigkeit und Selbstbestimmung
  • von lebenspraktischen Fertigkeiten
  • des individuellen Sehvermögens
  • des sozialen Erlebens durch Teilhabe an der Gemeinschaft
  • einer gezielten Wahrnehmung
  • von motorischen Fähigkeiten und
  • von Kommunikationsmöglichkeiten.

Kreatives Angebot im Förderbereich