Förderbereiche: Fähigkeiten ausbauen, Kenntnisse erweitern

Diese Bereiche umfassen das gesamte Lebensumfeld der Kinder. So ist es in der Arbeit mit den Kindern wichtig, das Kind im Ganzen zu sehen und nicht nur einen Ausschnitt seines Könnens.

Ein gutes und positives Verhältnis zwischen Tagesstätte, Schule, Therapeutinnen und Eltern ist eines der Prinzipien, die eine gewinnbringende Förderung in allen Bereichen erst ermöglicht. Ein reger Austausch findet über Elternhefte, Elterngespräche und Veranstaltungen statt.

  • Visuelle Förderung: Erhaltung und Verbesserung der visuellen Fähigkeiten der einzelnen Kinder, zum Beispiel mithilfe einer Lichtbox, strukturierten Klassenräumen, speziellen Computerprogrammen, gezielte und individuelle Einzelförderung im speziell ausgestatteten Seherziehungszimmer.

  • Selbstständigkeit: Entwickeln und Fördern der Selbstständigkeit, zum Beispiel Einüben der Verrichtungen des täglichen Lebens: An- und Auskleiden, Einnehmen der Mahlzeiten, Toilettennutzung und Körperpflege, Zurechtfinden im Klassenzimmer und Schulbereich

  • Kommunikation: Förderung der verbalen und der nonverbalen Kommunikation: Kinder ohne verbale Kommunikation können sich über andere Mittel ausdrücken wie Gebärden, Bildkarten oder Taster.

  • Auditiver Bereich: Auf Grund der Sehbehinderung unserer Kinder ist es wichtig, ihnen die verschiedenen Geräuschquellen näher zu bringen, um sich besser zurechtzufinden und um ihnen die Angst zu nehmen. Wir möchten Interesse und Aufmerksamkeit wecken.

  • Motorik: Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung motorischer Funktionen und Anregung zur sensomotorischen Erfahrung

  • Entwicklung der Kreativität: Durch die unterschiedlichsten Materialangebote und das selbständige Ausprobieren, werden die Kinder angeregt, ihre Kreativität zu entwickeln und zu verbessern.

  • Förderpflege: Essen, Trinken und gepflegt werden sind grundlegende Bedürfnisse eines großen Teils unserer Schüler und zählen somit zum wesentlichen Bestandteil des Tages. Die Pflege von schwerbehinderten Schülern ist dabei nie eindimensional oder gar funktional, sondern findet immer als Austausch zwischen zwei Menschen statt, die sich nahe kommen.

Körperpflege findet bei alldem unter Bedingungen statt, die dem Recht auf Erhalt der Intimsphäre stets angemessen sind. Da die Nahrungsaufnahme für viele unserer schwerbehinderten Schüler nur mit individuell angepassten Hilfsmitteln möglich ist, versucht die Schule, diesem Schülerkreis durch speziell gefertigte Essbestecke, Tische oder Therapiestühle die Nahrungsaufnahme zu erleichtern. Die hierdurch angestrebte Mithilfe auf Seiten der schwerbehinderten Schüler ermöglicht ihnen somit auch auf diesem Felde das Erlernen von größtmöglicher Selbstständigkeit.