Rund ums Institut

Im September 2002 richtete die Graf-zu-Bentheim-Schule eine Außenstelle ihres Förderzentrums für Menschen mit Sehbehinderung in der Richard-Galmbacher-Schule Elsenfeld ein. Zunächst boten wir elf sehbehinderten Kindern mit mehrfacher Behinderung aus den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg schulvorbereitenden Unterricht an.

Moderne Schule mit Tagesstätte

Die speziellen Bedürfnisse der Kinder stehen bei uns an erster Stelle. Die Räume und der Sanitärbereich sind mit höhenverstellbaren Waschtischen und Toiletten barrierefrei gestaltet. Genügend Bewegungsfreiheit für Rollstühle und andere Hilfsmittel sind im Haus und in den Klassenzimmern vorhanden. Die Räume können individuell beleuchtet oder abgedunkelt werden und verfügen über zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für optische und elektronische Hilfsmittel. Darüber hinaus verfügt die Schule über einen speziell gestalteten Klassenraum zur „Seherziehung“. Hier spielen, lernen und feiern heute 35 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 17 Jahren.

In den fünf Klassen mit angeschlossener Tagesstätte werden Kinder und Jugendliche mit Sehbehinderung, Blindheit, Hörsehbehinderung und Mehrfachbehinderung gefördert und durch fachkundiges Personal individuell betreut. Dazu zählen Lehrerinnen und Blindenlehrerinnen, Heilpädagoginnen, Erzieherinnen, Pflegekräfte, Sozialpädagoginnen, Psychologinnen, eine Krankenschwester und Therapeutinnen der unterschiedlichen medizinischen Fachrichtungen.
 

Heilpädagogin hält einem Jungen im Rollstuhl den Kopf und übt das Artikulieren
Im Pauseninnenhof erwartet die Schüler ein Sinnesgarten mit Klang- und Duftgarten, der die Wahrnehmung anregt. Bunte Keramikmuster, die nach den Seherziehungsbildern der Frühförderung gestaltet wurden, schmücken eine Wasserwand und den Brunnen.

Da aufgrund stetig steigender Schülerzahlen die Räumlichkeiten der Graf-zu-Bentheim-Schule in Elsenfeld bereits seit einigen Jahren nicht mehr ausreichen und Gebäudealternativen nicht zur Verfügung standen, wurde der Neubau des Blindeninstituts Untermain beschlossen. Voraussichtlich im Herbst 2017 wird im Aschaffenburger Stadtteil Nilkheim der geplante Schulneubau  mit Tagesstätte und Frühförderung seine Pforten öffnen.

Hinweis zur Verwendung der männlichen und weiblichen Schreibform

Um auch unter der Maßgabe der Barrierefreiheit (z.B. Vorlesesysteme) flüssige und gut erfassbare Texte für unsere interessierten Leser anzubieten, haben wir uns bei der Gestaltung des Internetauftritts auf eine einheitliche Schreibweise für die männliche und weibliche Form festgelegt. Der deutlich überwiegende Teil unserer Mitarbeitenden ist weiblich. Daher wird die weibliche Schreibform in den Texten verwendet. Diese schließt selbstverständlich auch alle männlichen Mitarbeitenden ein. Bei den Schülern verwenden wir die männliche Schreibweise, die selbstverständlich alle Schülerinnen einschließt.