Konduktive Förderung - Ein alternatives pädagogisches Konzept für Kinder und Jugendliche

Unterricht in der Konduktiven Förderung der Graf-zu-Bentheim-Schule

Seit dem Jahr 2000 fördern wir am Blindeninstitut Würzburg junge Menschen mit cerebralen Bewegungsstörungen nach dem weltweit anerkannten Konzept des ungarischen Arztes und Pädagogen Prof. Dr. András Petö. Auch Kinder und Jugendliche mit zusätzlicher Seheinschränkung sowie geistiger Entwicklungsverzögerung erzielen durch den ganzheitlichen Ansatz der Konduktiven Förderung kontinuierlich Fortschritte in allen Lebensbereichen.

Durch zielgerichtetes Üben motorischer Fähigkeiten erreichen unsere Schülerinnen und Schüler größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag sowie maximale Unabhängigkeit von Personen und Hilfsmitteln. Ein für die Konduktive Förderung speziell ausgebildetes Team aus Konduktoren und Pädagogen unterstützt die jungen Menschen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und selbstbewusst am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben.

Konduktives Lernen und Leben

Zusätzliche Lern- und Therapiemöglichkeiten werden in den individuellen Förderplan integriert. So unterstützen ergänzende Angebote wie visuelle Wahrnehmungsförderung, (elektronische) Kommunikationsförderung, Musiktherapie, Logopädie, Ergotherapie, Snoezelen, Hunde- und Reittherapie die Kinder und Jugendlichen beim abwechslungsreichen und motivierten Lernen.

In der Konduktiven Förderung Würzburg werden Kinder und Jugendliche nach dem Modell einer Ganztagesschule von 8.00 – 16.00 unterrichtet. Sie arbeiten in der Gruppe, die Lernziele jedes einzelnen Kindes werden jedoch von seinem Entwicklungsstand ausgehend individuell festgesetzt und beziehen alle Lern- und Lebensbereiche mit ein. Gemeinsame Mahlzeiten und Erholungsphasen bieten Raum für ein familiäres Miteinander. Feste Bezugspersonen, die die Kinder und Jugendlichen in allen Bereichen ihrer Persönlichkeit kennen, begleiten sie über den Tag hinweg.

In der schulvorbereitenden Einrichtung werden Kleinkinder im Alter von ca. 3 Jahren bis zur Einschulung spielerisch an das Leben in einer Gruppe herangeführt. Im Vordergrund stehen bewegungstherapeutisches Lernen, Spielentwicklung und Selbständigkeit in Alltagssituationen.


In der Konduktiven Förderung lernen Kinder sich selbständig zu bewegenn

In unseren Schulklassen werden in einem ausgewogenen Verhältnis die geistigen und motorischen Fähigkeiten unserer Schüler gefördert. Unterrichtsfächer, in denen der Schwerpunkt auf der Vermittlung kognitiver Inhalte liegt, wechseln mit Bewegungsprogrammen ab. In der Klassengemeinschaft, bei Festen, bei Einladungen von Partnerklassen, bei klassenübergreifenden Projekten und auf dem Pausenhof erwerben die Kinder und Jugendlichen soziale Kompetenzen