Mobiler Sonderpädagogischer Dienst (MSD)

Die seit März 2009 in Deutschland geltende UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet zu einem inklusiven schulischen System, das gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Schülern ermöglicht und dafür die notwendige Unterstützung leistet.
Von dieser Leitidee geprägt war bereits die Entwicklung der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche in Bayern in den 1970er Jahren. Sie begründete sich auf Überlegungen, fachspezifische sonderpädagogische Unterstützung auch jenen sehbehinderten und blinden Schülern zukommen zu lassen, die eine allgemeine Schule oder eine andere Förderschule besuchen.
Auf dieser Grundlage beraten wir Eltern und Lehrer und unterstützen sehbehinderte Schüler im Unterricht. Darüber hinaus bieten wir fachliche Unterstützung bei der Diagnose von Sehauffälligkeiten an.

Zu den Aufgaben des Betreuungsteams gehören:

  • Diagnostik des Sehens und der visuellen Wahrnehmung sowie psychologische Lern- und Leistungsdiagnostik inklusive Zuordnungs- und Zeigetests, sprachfreie Tests
  • Beratung des Personals der Regelschule oder der Förderschule insbesondere im Hinblick auf die Sensibilisierung für die besondere Wahrnehmungssituation, Gestaltung von Rahmenbedingungen, methodisch-didaktische Besonderheiten, individuellen Förderbedarf, Einsatz notwendiger Hilfsmittel sowie soziale Integration
  • Beratung der sehbehinderten Schüler und ihrer Eltern
  • Planung und Durchführung von Förderprogrammen
  • Psychologische Beratung und Unterstützung
  • Beschaffung spezieller Lehr- und Lernmittel und entsprechende Einweisung

Weitere Bereiche der Betreuungsarbeit sind Elternseminare, Schülerwochenenden und Fortbildungsveranstaltungen für Regel- und Förderschullehrer.