Musiktherapie

Ein kleiner Junge mit Brille spielt Schlagzeug

In der Musiktherapie möchten wir durch spielerischen Umgang mit Musik, über Instrumente, mit Stimme und Geräuschen, über klangliche und vibratorische Eindrücke einen Zugang zu unseren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen finden. Zu den Zielen und Aufgaben gehören die emotionale Entwicklung, die Verbesserung der Körperwahrnehmung, der Abbau von Barrieren und die Sprachanbahnung.
Weitere Schwerpunkte sind Beratung, Fortbildung und Entwicklung von Klangobjekten.

Ein Mädchen entspannt sich auf der Klangliege

Musik fühlen: Die Klangliege
Markus Rummel, Musiktherapeut am Blindeninstitut, entwickelte eine Klangliege für die therapeutische Arbeit mit Menschen mit Sinneseinschränkungen. Sie bietet die Möglichkeit, Vibrationen, die durch Musik, Geräusche oder Sprache entstehen, am ganzen Körper zu spüren. Musik kann also akustisch und taktil intensiv erlebt werden. Tiefe brummende Töne eines Traktorgeräuschs mit dem Bauch wahrzunehmen oder die eigene Stimme plötzlich zu spüren ohne sie jemals gehört zu haben, kann zur Initialzündung einer ganz neuen Umwelterfahrung werden. Menschen mit Sinneseinschränkungen soll mit dieser Kommunikationsform eine völlig neue Klangwelt eröffnet werden.

Reittherapie

Das Therapeutische Reiten wird seit über 30 Jahren im Blindeninstitut angeboten. Hier erfahren Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Handicap ein ganz besonderes Förder- und Therapieangebot. Durch die verschiedenen Sinneseindrücke beim Therapeutischen Reiten wird die Lebensqualität von Menschen mit Seheinschränkungen und weiteren Behinderungen sichtlich erhöht. Zielsetzung des Heilpädagogischen Reitens und Voltigierens ist nicht das Reitenlernen an sich, sondern u.a. die Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit, die Förderung des Selbstvertrauens und der Selbsteinschätzung sowie die Förderung von Gleichgewicht und Koordination. Diese Therapieform ist gerade für blinde Kinder optimal geeignet, da sie neben der Bewegung auf dem Pferd die Tiere erfühlen können, Körperkontakt spüren, Verantwortung für sich und das Pferd übernehmen und ihr Lebensumfeld aktiv begreifen können. Der Kontakt zu den Pferden ist bei allen TeilnehmerInnen mit sehr viel Freude und Spaß verbunden.