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Lernen bald auch in der Stadt

Die Bentheim-Schule geht neue Wege

mit Klassen „Am Stadtpark“

Die Bentheim-Schule war die erste Schule in freier

Trägerschaft in der Region Schmalkalden und hat

sich in der Schullandschaft etabliert. Im Schuljahr

2016/2017 lernen hier 55 Schüler.

Das ursprüngliche Konzept des Blindeninstituts kon-

zentrierte sich auf schwer mehrfachbehinderte Kinder

und Jugendliche, die im Blindeninstitut wohnen und

Klassenräume brauchen, die sich in enger räumlicher

Nähe zu den Wohnräumen befinden sollten.

Heute lernen in der Bentheim-Schule Schmalkalden

neben den Schülern, die auch Angebote des Berei-

ches Wohnen für Kinder und Jugendliche nutzen

(Wohnschüler) auch viele Tagesschüler. Die Zahl der

Tagesschüler ist in den vergangenen Jahren deutlich

gestiegen und so lernen aktuell 29 Tagesschüler in

unserer Schule. Eine Tagesschule in dieser Größen-

ordnung war im ursprünglichen Raumprogramm nicht

gedacht, aber natürlich freuen wir uns über das große

Interesse von Eltern und Schülern an der Tagesschu-

le. Wir benötigen aktuell und zukünftig nun Platz und

Lernräume für diese Kinder und Jugendlichen.

Aber nicht nur die Raumfrage bewegte uns schon vor

einiger Zeit dazu, auf die Suche nach neuen Lernorten

außerhalb des Geländes zu gehen. Eine weitere Ziel-

setzung war es, insbesondere für leistungsstärkere

Tagesschüler einen gut erreichbaren und attraktiven

Lernort zu finden, der in eine sinnstiftende Infra-

struktur eingebunden ist und neue Möglichkeiten der

Teilhabe bietet.

Im Kopf hatten wir hier insbesondere Schüler der Ta-

gesschulklasse 2 der Bentheim-Schule. Die TSK 2 ist

eine Klasse, die sich aus mehreren Lerngruppen zu-

sammensetzt. Die zehn Schüler dieser Klasse werden

nach ihrer Schulzeit in einer Werkstatt bzw. in einem

Förderbereich einer Werkstatt eine Ausbildung begin-

nen können. Bereits seit Längerem beschäftigen wir

uns mit der Frage, wie wir die Kompetenz der Klasse

und der einzelnen Schüler noch weiter stärken können

und wie wir für die einzelnen Schüler und die gesamte

Klasse Projekte und Lernorte schaffen können, die ein

noch höheres Maß an Selbständigkeit und Teilhabe

ermöglichen und gut auf ein Leben nach der Schule

vorbereiten. Positiv inspiriert haben uns bei diesen

Überlegungen auch die Erlebnisse mit den Schülern

und das Erleben jedes Einzelnen in unseren Kontakten

mit Kooperationsschulen und Gemeinschaftsprojekten

wie dem „Energiegarten“.

Durch verschiedene Gespräche und Kontakte zum

Bürgermeister der Stadt Schmalkalden, der unse-

re Überlegungen im Übrigen von Anfang an positiv

unterstützte, fanden wir ein geeignetes Objekt in den

HELÜSA Hallen (ehemals Heizung – Lüftung – Sanitär)

in der Nähe des Hauptbahnhofs mit guter Anbindung

an die Ortsdurchfahrt Schmalkalden und schnell und

gut vom jetzigen Standort des Blindeninstituts in der

Notstraße erreichbar.

In unmittelbarer Nähe der HELÜSA Hallen befinden

sich der Energiegarten (ein Schulgarten -Gemein-

schaftsprojekt, in dem wir Kooperationspartner sind),

ein Spielplatz, der parkähnliche Stadtgarten, ein För-

derzentrum mit zwei Förderschulen und eine Regel-