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„An den Postfächern muss ich die Post der Klasse

in die verschiedenen Fächer einsortieren. Die meis-

ten Briefe gehen an die Nummer 20 – die Verwal-

tung. Danach hole ich die eigene Post aus dem Fach

Nummer 6“.

„Den Rückweg gehe ich auf dieselbe Art und Weise.

Wichtig ist für mich, immer das Licht an und aus zu

machen. In meiner Klasse lege ich die Post auf den

Tresen in der Küche und hänge meine Posttasche an

den Haken in der Garderobe“.

Ich erledige gerne Aufgaben im Haus. Wenn ich höre,

dass mir jemand begegnet, frage ich nach: „Wer ist

da?“ Bekannten Leuten sage ich nur Hallo. Unbekann-

ten sage ich: „Ich bin Paul. Und wer bist du?“ danach

frage ich meist noch, ob derjenige ein Auto hat, wel-

che Farbe es hat, ob er einen Computer hat und mit

welchem Betriebssystem dieser läuft. Dann kennen

wir uns“.

Paul begegnet seiner Umwelt und den Menschen

mit dem ihm eigenen Blick auf Details, zielorientiert,

wachsam, kommunikativ und um äußere wie innere

Ordnung bemüht und darauf angewiesen. Dem zu ent-

sprechen, ist unsere tägliche Aufgabe hier im Blinden-

institut Thüringen. Dann sind wir auf Augenhöhe.

Conni Eff und Paul Manger

Bentheim-Schule