Previous Page  47 / 52 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 47 / 52 Next Page
Page Background

45

In der Frühförderung kennen wir diese Bücher und

Spiele alle. Jedoch kennen wir auch viele Kinder, die

Farben nur schlecht oder gar nicht sehen können. Wir

müssen viele „andere“ Wege finden, um den Kindern

Teilhabe zu ermöglichen. Schließlich möchten sie

gemeinsam mit anderen Kindern spielen. Doch wie

gelingt das?

Die Kinderbuchklassiker von der Liste streichen? Das

meint „Teilhabe“ sicher nicht.

Elmar kann „bunt“ vor lauter Farben sein. Er könnte

sich aber auch „bunt“ anfühlen. Anders jedenfalls,

als andere Elefanten. Die Königin der Farben streitet

sich im gleichnamigen Buch mit dem „zickigen“ Gelb.

Könnte das Gelb nicht auch „stachelig“ sein?

Wir begeben uns mit den Kindern auf Schatzsuche,

um die Vielfalt und Verschiedenheit der Eigenschaften

von Objekten und Personen, den Charakter der Dinge,

erlebbar zu machen. Mit Farben, aber auch mit For-

men, Größen, Temperaturen, Oberflächen, Gerüchen

– eben mit allen Sinnen.

Die Gäste des Projekttages Sehen konnten mit uns

gemeinsam „auf Augenhöhe“ der Kinder ausprobie-

ren, experimentieren und staunen, was alles geht –

mit allen Sinnen.

Katja Gibson,

Leitung Frühförderung

Wissenswertes aus der Interdisziplinären Heilmittelpraxis

Dysphagie (Schluckstörungen) im

interdisziplinären Blickwinkel

Die Aufgaben und Ziele bei der Behandlung von Dys-

phagien sind sehr vielfältig und erfordern interdiszipli-

näre Zusammenarbeit und Kompetenzen.

Aber was verstehen wir überhaupt unter einer Dys-

phagie? Dysphagie bedeutet übersetzt eine Störung

des Essens, genauer gesagt eine Beeinträchtigung

des Schluckvorgangs. An diesem sind ca. 50 Mus-

kelpaare und allein 5 Hirnnerven beteiligt, was ver-

deutlicht, dass ein äußerst filigranes Zusammenspiel

bestehen muss, um diesen für uns alltäglichen Vor-

gang zu gewährleisten.

In den Fokus rückt dieser so selbstverständliche

Prozess jedoch erst, wenn Probleme oder Schmerzen

auftreten. Ein physiologischer Schluckvorgang stellt

nicht nur unsere Ernährung sicher, sondern gewähr-

leistet einen bedeutenden Anteil in Bezug auf Lebens-

qualität, soziale Beziehungen und Wohlbefinden. Der

Immer aktuell informiert mit dem

Newsletter der Frühförderung Sehen unter:

www.blindeninstitut.de/new

sletter