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ten die Pädagogischen Fachkräfte viele Anregungen

und Ideen mit in ihre Einrichtungen nehmen und so die

Inklusion der sehbehinderten Kinder besser gewähr-

leisten.

Die Netzwerkarbeit ist für uns von besonderer Be-

deutung, dies betrifft neben der direkten Kooperation

mit Kindertagesstätten, anderen Frühförderstellen,

medizinischen Therapeuten, insbesondere auch jene

mit Ärzten, Kliniken und Einrichtungen /Institutionen,

die spezielle Angebote für Familien mit besonderen

Kindern bieten.

Leider gehört hierzu auch immer wieder die unmittel-

bare Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer

zu unserer Arbeit. Denn selbstverständlich werden

auch Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen in

unsere Betreuung einbezogen.

Dies stellt besondere Herausforderungen an alle Be-

teiligten und erfordert spezielle Kenntnisse auch von

unseren pädagogischen Fachkräften. Unsere fachlich-

menschliche Begleitung erfolgt dabei oft neben der

Spezialisierten-Ambulanten-Palliativ-Versorgung

(SAPV). Der direkte Kontakt zu Kinderhospizen, in

denen auch einige von uns betreute Familien regelmä-

ßig Entlastungsaufenthalte mit ihrem schwer erkrank-

ten Kind verbringen, gehört dabei ebenso dazu, wie

entsprechende fachliche Aus- und Weiterbildungen.

Im Mai dieses Jahres haben wir das Kinderhospiz St.

Nikolaus in Bad Grönenbach an einem Tag der offe-

nen Tür besuchen dürfen – und dabei ein Haus voller

Leben kennen gelernt.

Im Rahmen der Frühförderung lernen wir zumeist

die betroffenen Kinder und ihre Familien kurz nach

der Diagnosestellung kennen. Von da an begleiten

wir sowohl das Kind als auch seine Familie, erleben

Zeiten des Hoffens und Bangens und halten manch-

mal mitsamt allen direkt Betroffenen auch die Phase

des Sterbens aus. Dabei versuchen wir fachlich wie

menschlich Halt zu geben. Selbstverständlich beglei-

ten wir die trauernden Eltern und Geschwister bis zum

Schluss, sind bei der Beerdigung zugegen und stehen

für das ein oder andere Gespräch darüber hinaus

gerne zur Verfügung.

Am Ende bleibt immer der Dank, dass wir ein be-

sonderes Kind kennen lernen und seine Eltern und

Geschwister eine Weile aktiv begleiten durften…

Wir von der Frühförderung – Mittendrin.

Für das Frühförder-Team:

Gisela Brand, Ella Kleczek, Simone Prantl

und Ute Wilhelm