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Das 6. Wasservogelfest in Neuhausen

Am Sonntag, den 31. Juli 2017 fand das 6. Wasser-

vogelfest in Neuhausen statt – das Blindeninstitut

München hat mit viel Freude an diesem stadtteilspezi-

fischen Brauch teilgenommen.

Das „Brauchtum des Wasservogels“ lässt sich bis

ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Es fand in den

westlichen Münchner Ortsteilen statt, aber auch in

Niederbayern und der Hallertau. Die Burschen des

Dorfes verkleideten einen Auserwählten als „Wasser-

vogel“ mit Schilf und Binsen, der Wasservogel wurde

auf einem Pferd durch die Straße des Ortes geführt

und abschließend ins Wasser geworfen. Vor einzelnen

Gebäuden sagten die Burschen Sprüche auf und wur-

den dafür mit Naturalien (Eier, Mehl, Butter) versorgt.

Der Brauch hat wahrscheinlich heidnische, germani-

sche Wurzeln. Er sollte die Gewässer besänftigen und

für Fruchtbarkeit durch ausreichenden Regen sorgen.

(Alle Informationen zum Brauchtum sind der Homepage

der Geschichtswerkstatt Neuhausen entnommen).

Bei den heutigen Wasservogelfesten zieht der Umzug,

an dem sich die Neuhauser Vereine und dieses Jahr

auch das Blindeninstitut mit Schülerinnen und drei

geschmückten Tandems beteiligte, zu den folgenden

Stationen:

• Postamt Winthirstraße (früher Strohmayerhof)

• Großwirt

• Blindeninstitutsstiftung

(früher Ludwig-Marien-Ferdinand-Heim)

• Gerner Brücke

(dort wird der Wasservogel in den Schlosskanal

geworfen)

Weiter geht es über die südliche Auffahrtsallee in den

Hirschgarten, wo das Fest mit Böllerschüssen und

Brotzeit ausklingt.

Wie hat sich das Blindeninstitut am Fest beteiligt?

Traditionell erwarteten unsere MitarbeiterInnen und

BewohnerInnen des Ganzjahreswohnens und weite-

re Fans in der Winthirstraße den Wasservogel. Der

Eingang unseres Hauses war bunt geschmückt und

dem Wasservogel wurde ein schöner Präsentkorb

übergeben.

Im Festzug sind Alina, Isa, Frau Petra Rösl, Herr

Jürgen Rieskamp, Frau Karin Stecher-Stepp und Herr

Martin Kraus mit 2 Tandems und einer Rikscha bis in

den Hirschgarten mitgefahren. Selbstverständlich

waren unsere Fahrzeuge „inklusiv“, bunt und baye-

risch geschmückt.