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Projekt „Licht“

Im Januar 2017 fand im ganzen Schulhaus die Projekt-

woche „Beleuchtung“ der Therapieabteilung statt.

In der Aula waren Stellwände zu den Themen „Ohne

Licht sehen wir nicht“, „Was bedeutet Licht für den

Alltag“, „Licht und Fenster“ sowie die Beschlüsse des

Leitungsteams zum Thema Licht ausgestellt. Außer-

dem waren Tische mit vielen Materialien aufgestellt

um den Mitarbeiter/-innen optimale Lichtverhältnisse

und Kontraste zu veranschaulichen. Alle Lichtschalter

im Haus waren mit einem Lampensymbol ausgestat-

ten, um daran zu erinnern, das Licht einzuschalten.

Licht – ohne es sehen wir nicht. Vor allem bei Sehbe-

hinderung ist Licht eines der wichtigsten Hilfsmittel.

Um die Räumlichkeiten gleichmäßig auszuleuchten

und dadurch die Sicherheit und Selbstständigkeit bei

unseren Schülerinnen und Schülern zu verbessern so-

wie die Blendung zu reduzieren, wurde beschlossen,

dass in allen benutzten Räumlichkeiten das Licht ein-

geschaltet bleiben soll. Zusätzlich zur Raumbeleuch-

tung ist es wichtig die individuellen Arbeitsleuchten

zu nutzen. Auch das Licht in den Fluren und Treppen-

häusern muss zuverlässig angeschaltet sein und auch

an bleiben, solange tagsüber Bedarf besteht. Lampen

dürfen grundsätzlich nicht behängt werden.

Beklebte oder bemalte Fenster- sie sehen schön aus,

aber sie stellen einen unruhigen Hintergrund dar und

verhindern eine vereinfachte Wahrnehmung. Deshalb

ist das Bekleben der Fenster in Klassenzimmern und

Gruppenräumen nicht erwünscht. In den Fluren ist ein

gezieltes, dezentes Gestalten der Fenster möglich,

da keine Einschränkungen in der Wahrnehmung von

vordergründigen Objekten entstehen.

Tipps für den Alltag:

• Spiegelnde Materialien

bei Tischsets und Plastik-

tischdecken vermeiden

• Unifarbene Oberflächen

unterstützen die Orien-

tierung

• Kantenfilter, Sonnenbril-

len und Schirmmützen im

Alltag benutzen

• Blendschutz in Räumen

nutzen

• Nicht nur Sonne blendet,

auch Schnee und Was-

seroberfläche führt zu

Blendung

• Anpassungszeit vom

Dunklen ins Helle und

vom Hellen ins Dunkle

beachten

• Direktes Sonnenlicht

vermeiden

Künstliches Licht ist also

bei blinden und sehbehin-

derten Schülern trotz vieler

großer Fenster sehr wichtig, damit das vorhandene

Sehpotenzial optimal genutzt werden kann.

Lara Manschewski