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Vom Wald zum Lagerfeuer…

…so oder ähnlich könnte das Motto unseres Förder-

stätten-Ausfluges lauten.

Aber unsere Exkursion war deutlich mehr! Herr Graf

(Förster im Gramschatzer Wald) hatte einige Ideen,

wie wir unseren Bewohnern näherbringen, dass

das Brennholz für unser alljährliches Lagerfeuer-

Spektakel nicht aus dem Baumarkt oder von zu Hause

mitgebracht wird.

Nach unserer Ankunft im Gramschatzer Wald beka-

men 26 Förderstätten-Bewohner und ihre Betreuer

erst mal Schutzhelme auf. Sicherheit ist oberstes

Gebot, wenn ein Baum (in diesem Fall eine Fichte)

gefällt wird. Nach einem kurzen Weg durch den Wald,

wurden die nötigen Werkzeuge u.a. eine Kettensäge

und weitere Waldarbeiterwerkzeuge erklärt. An-

schließend hatten wir Gelegenheit diese zu ertasten.

Hierbei war Christoph, der Waldarbeiter, der wichtigs-

te Mann. Als die theoretische Arbeit getan war, bega-

ben sich einige besonders Interessierte zur Fichte, um

diese mit allen Sinnen zu erkunden. 

Nachdem sich alle wieder auf Sicherheitsabstand

befanden, wurde es spannend. Wird Christoph die

Säge richtig ansetzen? Fällt der Baum in die geplante

Richtung? Sobald die Motorsäge aus war und man nur

noch das Knacksen der fallenden Fichte hören konnte,

war unsere Gruppe sehr still und aufmerksam. Als der

Baum zum Liegen kam, mündete die Fällung in einem

vor Erleichterung tosenden Applaus. Jetzt hatten wir

Gelegenheit die Fichte ausführlich zu befühlen, oder

gar zu schmecken. Die Rinde konnte vom frischen

Holz abgezogen werden und das „Wasser“ darunter

schmeckte nach Nadelholz. So manch einer bekam

nicht genug davon.

Herr Graf ließ einige Holzscheiben aussägen, Holz-

scheite wurden gespalten. Der Höhepunkt war