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Mein neuer Arbeitsalltag gestaltet sich sehr ab-

wechslungsreich und individuell. Ich werde mich

allen gebotenen Aufgaben – ab Mitte September 2016

ganztägig – widmen. Es gilt, dem Bereich Inklusion

und Teilhabe ein Gesicht zu geben und es mit Leben zu

füllen.

Thomas Aurich

10 Jahre Ambulant Unterstütztes Wohnen

Im September 2006 startete im Blindeninstitut Würz-

burg Erwachsene ein ganz neues Wohn- und Betreu-

ungsprojekt für Menschen mit Behinderung. Aus-

gangspunkt hierbei war eine Elterninitiative.

Die Eltern von sechs jungen Menschen, die bisher

zu Hause lebten, wollten für ihre Kinder eine selb-

ständigere Zukunft außerhalb der eigenen Familie

ermöglichen. Der Bezirk Unterfranken gab grünes

Licht für ein einjähriges Wohntraining, um die blinden

und sehbehinderten Menschen auf die angestrebte

Eigenständigkeit vorzubereiten. Mit großem Engage-

ment machten sich die Teilnehmer der Maßnahme und

deren Betreuer auf den ungewohnten Weg. Gerade

die Anfänge waren hierbei nicht immer einfach. Das

Lernen und Üben lebenspraktischer Fertigkeiten, aber

auch der Umgang mit neu gewonnenen Freiheiten

stellte für alle Beteiligten eine große Herausforderung

dar.

Am Ende des Jahres hatten vier Teilnehmer das Ziel

erreicht. Der Wechsel in eine ambulant unterstütz-

te Wohnform war erreicht. Es zeigte sich, dass der

Unterstützungsbedarf durch Blindheit und Sehbehin-

derung ein engmaschigeres Hilfsangebot erforderte.

Zerbrochenes Glas etwa erwies sich als großes Prob-

lem und machte schnelles Eingreifen der Unterstützer

erforderlich.