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Die Beteiligten waren daher froh, dass es dem Blin-

deninstitut möglich war, in unmittelbarer Nähe zur

Franz-Ludwig-Straße Wohnraum bereitzustellen.

Inzwischen leben 15 Personen in unterschiedlichen

Wohnformen alleine, als WG oder mit einem Partner

im ambulanten Bereich. Die letzten Jahre waren im-

mer wieder auch von großen Veränderungen beglei-

tet. Es stellte sich Nachwuchs bei einem Paar ein, der

Wohnort wurde gewechselt und die Betreuung von

anderen Stellen übernommen. Ein Spiegel des Lebens

in all seinen Facetten. Leider gab es in dieser Zeit

auch zwei tragische Todesfälle durch Krankheit und

Unfall zu beklagen.

Wir sind froh, dass wir den Weg der Menschen im

ambulant unterstützten Wohnen in ein möglichst

selbstbestimmtes Leben begleiten konnten und weiter

können. Jeder Tag bedeutet hierbei neue Heraus-

forderungen und alle lernen, die Möglichkeiten der

Lebensgestaltung neu zu entdecken.

Klaus Seidenstecher

und das AUW-Team

Automatische Türen für mehr Selbstbestimmung und Teilhabe

Ein wichtiger Beitrag für ein selbstbestimmtes Leben

der Bewohnerinnen und Bewohner und eine Erleich-

terung des Arbeitsalltags für die Mitarbeitenden – das

sind die neuen automatischen Türen in den Wohnhäu-

sern A, B, C und im Verwaltungsgebäude. Die schwe-

ren Holztüren wurden dort im Herbst 2016 durch

automatische Schiebe- oder Drehflügeltüren ersetzt.

Kathrin Schulz freut sich sehr darüber, dass sie mit

dem Langstock ihren täglichen Arbeitsweg von der

Wohngruppe in die Bentheim Werkstatt nun ohne

große Mühe beim Öffnen der Türe zurücklegen kann:

„Jetzt brauche ich niemand mehr, der mir die Tür

aufmacht!“ Da sie blind ist, gefällt ihr vor allem, dass

sie schon von einiger Entfernung hören kann, wie sich

die Türe öffnet.

Für Andreas Büdel, der nach der Arbeit in der Ben-

theim Werkstatt regelmäßig Freunde besucht, ist mit