Seite 3 - Spuren hinterlassen

3
Das einzig Wichtige sind die
­
Spuren von Liebe, die wir
­
hinter­lassen, wenn wir gehen.“
Mit dieser Aussage unterstreicht Albert
Schweitzer das, was viele Menschen bewegt,
wenn sie sich mit den „letzten Dingen“ ihres
Lebens beschäftigen.
Spuren hinterlassen, anderen Menschen eine
Brücke in eine gute Zukunft bauen, dankbar
etwas von dem zurückgeben wollen, was man
selbst vielleicht reichlich erfahren durfte – all
das sind Gründe, die Menschen motivieren,
wenn es um Entscheidungen bezüglich ihres
Erbes geht.
Dabei bedenken immer mehr Menschen nicht
nur ihre Familienangehörigen, Verwandten und
Freunde, sondern möchten sich mit ihrem Nach­
lass auch für Anliegen engagieren, die ihnen
schon zu Lebzeiten am Herzen liegen.
Spuren hinterlassen auch die Kinder, Jugend­
lichen und Erwachsenen, die in unseren Blinden­
instituten leben, lernen und arbeiten. Denn jede
und jeder von ihnen ist einzigartig, hat beson­
dere Bedürfnisse und Begabungen und „sieht“
die Welt auf ihre oder seine ganz eigene Art und
Weise – wenn vielleicht auch nicht mit Hilfe der
Augen, sondern mit anderen Sinnen.
Die farbenfrohen Bilder, die Menschen mit
schwersten Behinderungen in der Förderstätte
malen; Theateraufführungen, bei denen Kinder
ohne Behinderung zusammen mit Schülerinnen
und Schülern im Rollstuhl ihr Können zeigen;
das bunte Treiben und Singen bei Festen und
Feiern – das alles prägt das Leben und das Mit­
einander an den Blindeninstituten.
Wir sehen es als unsere Aufgabe an, diesen
Menschen ein Leben zu ermöglichen, das über
das „Alltägliche“ hinausgeht. Darum sind wir
auf ein großes Unterstützungsnetzwerk ange­
wiesen. Mit dieser Broschüre möchten wir
Wege aufzeigen, die Ihnen offenstehen, wenn
Sie sich mit der Blindeninstitutsstiftung lang­
fristig und nachhaltig für die Förderung blinder
und sehbehinderter Kinder, Jugendlicher und
Erwachsener engagieren möchten. Neben
einem Erbe oder einem Vermächtnis kann dies
auch schon zu Lebzeiten durch eine Schenkung,
eine Zustiftung oder die Errichtung einer Treu­
handstiftung geschehen.
In der Broschüre finden Sie aber auch Tipps,
die Ihnen beim Verfassen eines Testaments
helfen können, denn dafür sprechen viele gute
Gründe. Mit einem Testament bringen Sie Ihren
letzten Willen klar zum Ausdruck und stellen
sicher, dass Ihr Nachlass auch tatsächlich den
Menschen zu Gute kommt, die Ihnen am Herzen
liegen.
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit den folgenden
Informationen den Einstieg in das Thema „Ver­
erben und Stiften“ erleichtern und stehen Ihnen
gerne auch persönlich für Ihre Fragen zur ver­
fügung.
Dr. Marco Bambach
Johannes Spielmann
Vorstand
Vorstand