Seite 7 - Spuren hinterlassen

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Durch Erbschaften konnten wir in der jüngeren
Vergangenheit ganz verschiedene, zum Teil sehr
große Projekte verwirklichen. Zwei davon möch­
ten wir Ihnen kurz vorstellen.
Begegnungen mit Tieren
Eine Erbschaft kam an allen Blindeninstituten
der tiergestützten Therapie und Pädagogik
zu­gute. Seitdem sind regelmäßige Begeg­
nungen mit ausgebildeten Therapiehunden und
­-
pferden, aber auch mit Hühnern und anderen
Tieren unter dem Dach der Stiftung möglich.
Es fasziniert, wie sich gerade Menschen mit
­
intensiven Mehrfachbehinderung bei der Tier­
therapie öffnen können. Ganz neue Lebens- und
­
Beziehungserfahrungen werden möglich.
Ein Schul- und Wohnhaus für taubblinde Kinder
Eine besondere finanzielle Herausforderung
stellte die Renovierung und Erweiterung des
Schul- und Wohnhauses für taubblinde Kinder
und Jugendliche am Blindeninstitut Würzbug
dar. Rund 2 Millionen Euro Eigenanteil musste
die Stiftung für dieses über 4 Millionen Euro
teure Projekt beisteuern – ein Vorhaben, das
nur mit der Unterstützung von Dritten gemeistert
werden konnte.
Dank eines großen Vermächtnisses, in dem
drei Geschwister der Stiftung eine Immobilie
hinterlassen haben, und weiterer Spenden
leben und lernen taubblinde und hörsehbe­
hinderte Kinder und Jugendliche nun in einer
Umgebung, die ihren besonderen Bedürfnis­
sen gerecht wird und ihnen ein weitgehend
selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Spezielle
Beleuchtungs­konzepte, tastbare Bodenele­
mente und Handläufe im ganzen Haus sowie
Tagesstruktur­leisten zur taktilen Orientierung
und kontrastreiche Gestaltung von Sanitär­
räumen helfen den Kindern dabei, sich in den
neuen Räumen selbstständig zurechtzufinden.
Zwei Beispiele, die zeigen: Ihr Engagement
hinter­lässt Spuren, die im Alltag der sehbehin­
derten und blinden Menschen konkret spürbar
sind und deren Leben bereichern.
...
und was daraus schon gewachsen ist.