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Augen-Blick mal! Lernen und Leben im Blindeninstitut Würzburg
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Unsere Förderangebote beginnen im Kleinkind-
alter: Gemeinsam mit den Eltern, die unsere
wichtigsten Partner bei der Förderung ihrer
Kinder sind, betreuen wir ambulant Babys und
Kinder mit Sehbeeinträchtigungen. Neben dem
Kriterium der Sehschärfe (des Visus) ist für uns
ausschlaggebend, ob Kinder zu alltagstaug-
lichem, so genannten funktionalem Sehen in
der Lage sind. Auch visuelle Wahrnehmungs-
störungen fallen in unsere Förderkompetenz.
Wie bei allen Angeboten des Blindeninstituts ist
auch im Bereich der Frühförderung eine hohe
interdisziplinäre Fachlichkeit vorhanden: Alle
Berufsgruppen, die im Blindeninstitut mit blinden
oder sehbehinderten Kindern und Jugendlichen
arbeiten, werden auch in der ambulanten
Förderung eingesetzt.
Wir versuchen so die Fähigkeiten von Kindern
möglichst früh zu entdecken und dann konse-
quent zu fördern. Darüber hinaus hat es sich
bewährt, regelmäßige wöchentliche Besuche
im Elternhaus zu etablieren. Nach einer einge-
henden Diagnostik sowohl der Sehfähigkeit als
auch der allgemeinen Entwicklung des Kindes
beginnt eine breite Intervention. Die kommuni-
kativen Fähigkeiten sowie Orientierung und
Mobilität werden gefördert, um jedem Kind ein
maximales Maß an individueller Freiheit und
Selbstständigkeit zu ermöglichen. Im Netzwerk
aus Eltern, Kindergarten, Vorschule, Ärzten und
Kliniken sind wir Vermittler und Berater, bieten
Informationen und fachliche Weiterbildung,
begleiten durch Krisen und unterstützen die
Kinder in allen Bereichen ihrer Entwicklung.
Frühförderung
„Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der einzelne Mensch
mit seiner individuellen Besonderheit.“
Aus dem Leitbild der Blindeninstitutsstiftung