Veranstaltung am 14. Oktober 2022

Ausstellung | Eröffnung: 19:30 Uhr | Laufzeit bis 11. November 2022
Schwarze Erde | Skulpturen von Michaela Biet | St. Martha Kirche Nürnberg
Schwarze Erde | Skulpturen von Michaela Biet | St. Martha Kirche NürnbergIm Rahmen der Woche des Sehens 2022 veranstalten die Selbsthilfeorganisationen und Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen aus der Region in der St. Martha Kirche in Nürnberg, Königstraße 79 einen anspruchsvollen kulturellen Abend mit der blinden Sängerin Gerlinde Sämann und der Bildhauerin Michaela Biet. Den Abend eröffnet Karin Baumüller-Söder als Schirmherrin.

Zentrale Arbeit in der Ausstellung von Michaela Biet ist das lebensgroße „Selbstbildnis“, eine in einem aufwendigen Verfahren geschaffene liegende Skulptur aus Terra Nigra, schwarze Erde, die aus Tongruben im Westerwald stammt. Dieser von Natur aus schwarze, grobkörnige Ton, der grau abtrocknet und beim Brennen mit 1200 Grad wieder schwarz wird, ist seit kurzem Arbeitsmaterial der Künstlerin. Inspiriert zu dieser ausdrucksstarken Figur hat sie der sakrale Ausstellungsort. Daneben zeigt die Künstlerin in der St. Martha Kirche auch kleinformatige Arbeiten aus schwarzer Erde, die aus früheren Schaffensperioden stammen.
Michaela Biet studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Wilhelm Uhlig. Die international bekannte und vielfach ausgezeichnete Künstlerin ist mit zahlreichen Arbeiten in Kunstsammlungen und im öffentlichen Raum vertreten.
Zur Eröffnung der Ausstellung spricht Julia Isenberg, Kunsthistorikerin am Lothar Fischer Museum Neumarkt.
Die Ausstellung kann bis zum 11. November 2022 zu den Öffnungszeiten der Kirche besichtigt werden. 
Konzert | Beginn: 20:00 Uhr
Töchter der Musen | Gerline Sämann und Claude Weber | St. Martha Kirche Nürnberg
Töchter der Musen | Gerline Sämann und Claude Weber | St. Martha Kirche NürnbergDie Sopranistin Gerlinde Sämann und der Pianist Claude Weber haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Werk in Vergessenheit geratener Komponistinnen des 19. Und 20. Jahrhunderts neu zu interpretieren. Das Konzert in der St. Martha Kirche ist das Ergebnis einer langen musikalischen Auseinandersetzung mit dem verschollen geglaubten Liedschaffen von Helen Buchholtz (1877-1953). Seit der Wiederentdeckung durch die Musikwissenschaftlerin Danielle Roster 1998 erhält die Luxemburger Komponistin neue Aufmerksamkeit. Der erste Teil des Programms ist ihrem Liedgut gewidmet. Die zeitgenössische englische Komponistin Catherine Kontz (1976) nimmt mit ihrer Vokalise direkt Bezug auf ein Lied von Helen Buchholz und schlägt durch ihre zukunftsweisende Tonsprache eine Brücke in die heutige Zeit.
Auch im zweiten Teil des Abends kommen Lieder von Komponistinnen zur Aufführung, die zu Lebzeiten für ihre Musik gefeiert wurden. Allen ist gemeinsam, dass ihre Werke in Vergessenheit geraten und selten zu hören sind.