Was mögen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrer Arbeit im Blindeninstitut? Wo liegen die Herausforderungen und was sind ihre täglichen Aufgaben? Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Abteilungen geben dazu Auskunft.

Das sagen ...

Kerstin, Heilpädagogin im Schuldienst

Kerstin arbeitet seit über 25 Jahren im Blindeninstitut.

„Warum arbeitest du gerne im Blindeninstitut?“


„Ein bisschen wie Heimkommen“

wenn ich morgens das Blindeninstitut betrete, ist mir alles sehr vertraut. Unsere Schüler sind mir sehr vertraut, meine KollegInnen sind mir sehr vertraut, das Haus ist mir sehr vertraut und mir wird vertraut - eben ein bisschen wie Heimkommen!
 
Ich bin seit 27 Jahren sehr gerne am Blindeninstitut tätig. Anfangs als Erzieherin und seit dem Jahr 2000 als Heilpädagogin im Schuldienst. Ich bleibe! :-)
 

Claudia, Verwaltungsmitarbeiterin

Claudia ist seit 2019 in der Personalabteilung des Blindeninstituts in Regensburg tätig.

„Warum arbeitest du gerne im Blindeninstitut?“


"Die Rose, sie hat vier Dornen, die nicht taugen, sie gegen die Welt zu schützen."

Der kleine Prinz
 
Wir alle tragen dazu bei, unsere Klienten und deren Familien größtmöglich zu unterstützen, jeden Einzelnen als Individuum anzunehmen, ihnen das Leben erfüllt und lebenswert zu gestalten – jeden Tag auf´s Neue, mit Empathie, Fürsorge und Freude.
Den gesellschaftlichen Anteil den wir leisten, ist unermesslich und weittragend.
 
Seit November 2019 bin ich in der Personalabteilung Regensburg tätig und für unsere Kolleg*innen die Ansprechpartnerin in Personalangelegenheiten.
Auf der Suche nach einer erfüllten, sinnvollen beruflichen Aufgabe, freue mich, diese hier gefunden zu haben und Teil unseres tollen Teams zu sein.
 

Vera, Heilerziehungspflegerin, Personalrätin, Beraterin zur gesundheitlichen Versorgungsplanung

Vera ist Heilerziehungspflegerin im Blindeninstitut Regensburg.

„Warum arbeitest du gerne im Blindeninstitut?“

Nach 30 Berufsjahren bei einem anderen Arbeitgeber habe ich 2012 den Wechsel ins „Blindi“ Regensburg gewagt – und habe diese Entscheidung noch keinen einzigen Tag bereut! In meiner derzeitigen Tätigkeit weiß ich nie, was mir der kommende Tag bringen wird. Jede Beratung in der gesundheitlichen Versorgungsplanung verläuft anders, jedes Gespräch im Rahmen meiner Tätigkeit im Personalrat ist vertrauensvoll (bringt Überraschungen mit sich). Die Arbeit in einem multiprofessionellen Team ist abwechslungsreich und spannend und die Wertschätzung, die den verschiedenen Berufsgruppen entgegengebracht wird, hat mich vom ersten Tag an beeindruckt. Nach fast 40 Jahren Berufstätigkeit als Heilerziehungspflegerin bin ich stolz, auch heute noch (zu unseren Auszubildenden) sagen zu können: ich würde denselben Weg wiederwählen!

Julia, Heilpädagogin

Durch ein Praktikum in der Grundausbildung als Kinderkrankenschwester hat Julia das Blindeninstitut Rückersdorf kennengelernt. Nach ihrer Ausbildung hat sie von 2002 bis 2004 in einer Wohngruppe gearbeitet und ist seit 2016 wieder als Heilpädagogin in der Schule am Dachsberg tätig.
 
Julia arbeitet seit 2016 als Heilpädagogin im Blindeninstitut Rückersdorf.

Was gefällt dir besonders gut an deiner Arbeit im Blindeninstitut?

Geht man zu den Toren herein, spürt man, dass die Uhren hier anders ticken. Vieles, was in der Gesellschaft als unabdingbar wichtig erscheint, wird hier für mich relativiert. Die Arbeit mit den Kindern gibt mir so viel zurück, Kleinigkeiten werden auf einmal riesig.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Ich beginne meinen Arbeitstag meist um halb acht. Dann habe ich genügend Zeit, unseren Raum vorzubereiten, anzukommen und mich auf den Tag einzustellen. Ab 8 Uhr kommen die Kinder. Wenn alle individuell versorgt sind, begrüßen wir gemeinsam, meist mit unserer Nachbargruppe, den Tag in einem Morgenkreis. Hier begrüßen wir uns, singen, spielen und lernen wir.

Danach findet das Frühstück, die Förderpflege mit einer anschließenden Spielzeit bzw. Ruhephase statt. Im Anschluss gehen wir je nach Stundenplan geplanten Aktivitäten nach (Schwimmen, Snoezelen, Musik, Bewegung), zum Schluss kommen wir in einem Abschlusskreis zusammen und lassen den Tag Revue passieren, bevor wir um 12.30 Uhr auseinander gehen.

Danach erledige ich den ganzen Schriftkram, Vorbereitungen, Einkäufe – alles, was eben ansteht, um den nächsten Tag wieder schön zu gestalten.

Birgit, Logopädin

Nachdem Birgit lange Zeit in einer Reha-Klinik gearbeitet hatte, wechselte sie vor zehn Jahren zum Blindeninstitut Regensburg. Hier gefällt ihr, dass sie als Logopädin Kinder und Jugendliche über Jahre hinweg behandeln, begleiten und deren Fortschritte verfolgen kann.
Birgit arbeitet als Logopädin im Blindeninstitut Regensburg.

Augen auf bei der Berufswahl“ – bist du zufrieden mit deinem Beruf?

Ja, sehr. Ich habe genau den Beruf gefunden, der meinen Talenten entspricht.

Was war dein schönstes Erlebnis bei der Arbeit im Blindeninstitut?

Eigentlich freue ich mich jeden Tag über etwas und erlebe viel Schönes. Aber es gibt ein Kind bei dem lange nicht klar war, ob es je verbale Sprache entwickelt – ich hielt es für unwahrscheinlich. Heute redet er in ganzen Sätzen und diskutiert mit mir wie ein Großer. Darüber freue ich mich jeden Tag.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Durchschnittlich mache ich etwa acht Therapien pro Tag, die jeweils 45 Minuten dauern. Neben Einzeltherapie begleite ich auch Kinder mit Dysphagie bei den Mahlzeiten. Mitarbeiter- und Elterngespräche kommen auch häufig vor. Momentan habe ich fünf Frühförderkinder  zu denen ich nach Hause fahr. Meine Tage sind also sehr abwechslungsreich.

Cornelia, Förderschullehrerin

Cornelia arbeitet als Förderschullehrerin im Blindeninstitut Thüringen.
Als Förderschullehrerin leitet Cornelia eine Tagesschulklasse im Blindeninstitut Thüringen in Schmalkalden. Sie begann vor 16 Jahren und schätzt an ihrer Arbeit die Abwechslung und dass sie mit ihren Schülern mitten im Leben steht.

Was hat dich motiviert, dich im Blindeninstitut zu bewerben?

Ich war zu einem Tag der offenen Tür im „Blindi“ in Schmalkalden und habe dort das bunte Leben gesehen. Als ausgebildete Grundschullehrerin dachte ich allerdings nicht daran, mich zu bewerben. Eine Stellenausschreibung, die auch Lehrer für Grundschulen ansprach, veranlasste mich dazu, meine Bewerbung abzugeben. Und tatsächlich – ich bekam die Stelle! Nach zwei Jahren Berufspraxis habe ich das Lehramt an Förderschulen in einem berufsbegleitenden Studium erworben. Seit 2009 bin ich nun Förderschullehrerin am Blindeninstitut.

Was gefällt dir besonders gut an deiner Arbeit im Blindeninstitut?

Das Blindeninstitut fühlt sich einem weltoffenen und wertschätzendem Leitbild verbunden. Das gibt Sicherheit und Vertrauen. In der Schule schätze ich die familienfreundlichen Arbeitszeiten, unterrichtsfreie Zeiten und die tarifliche Bezahlung, welche hier im Blindeninstitut Thüringen mit einer Zusatzversorgung aufgestockt werden. Außerdem habe ich hier viele Weiterbildungsmöglichkeiten und die Möglichkeit, Schule aktiv mitzugestalten.

Teresa, Erzieherin

Teresa arbeitet als Erzieherin im Blindeninstitut Regensburg.
Teresa arbeitet seit ihrem zweiten Ausbildungsjahr zur Erzieherin im Blindeninstitut Regensburg und ist nun schon rund 13 Jahre dort beschäftigt. Ihr gefallen die familiäre Atmosphäre in ihrer Wohngruppe im Kinder- und Jugendbereich und das kollegiale Miteinander.

Was war dein schönstes Erlebnis bei der Arbeit im Blindeninstitut?

Die vielen Ferienfahrten, die ich immer als sehr wertvoll und lustig für die gesamte Gruppe empfinde. Man lernt Bewohner und Kollegen noch einmal von einer anderen Seite kennen und kann die Tage abwechslungsreich gestalten.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Neben alltäglichen Ritualen, wie z. B. das gemeinsame Mittagessen der Bewohner, besteht ein großer Teil der pädagogischen Arbeit aus dem Gestalten der Freizeit eines jeden Bewohners. Wir unternehmen gemeinsame Ausflüge und gehen auf die Bedürfnisse unserer Kinder und Jugendlichen ein. Viele der Aktionen und Förderangebote finden in 1:1-Situationen statt. Natürlich gehört zu einem typischen Arbeitstag auch das Unterstützen bei der Körperpflege und die Hilfestellung im hauswirtschaftlichen Bereich.

Christiane, Gesundheits- und Krankenpflegerin

Christiane ist Gesundheits- und Krankenpflegerin im Blindeninstitut Thüringen in Schmalkalden.
Seit 2015 arbeitet Christiane als Gesundheits- und Krankenpflegerin im Blindeninstitut Thüringen in Schmalkalden – eine herausfordernde Tätgikeit, die ihr viel Spaß macht.

Was hat dich motiviert, dich im Blindeninstitut zu bewerben?

Ich suchte nach einer Alternative zum Krankenhausalltag im 3-Schicht-System und einen wohnortnahen Arbeitsplatz. Natürlich war es auch eine Herausforderung, dass es nun um den Umgang und die Pflege von Menschen mit Behinderungen ging. Diese Herausforderung habe ich angenommen und nach meiner Einarbeitungszeit konnte ich mich sehr gut in meine Gruppe integrieren. Auch die gute tarifliche Bezahlung war ein Entscheidungskriterium.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Ein typischer Arbeitstag beginnt mit der Übergabe der Bewohner. Die Fachkraft tauscht sich hier mit der vorherigen Schicht über besondere Vorkommnisse aus. Der jeweilige Tagdienst setzt sich, für sechs Bewohner einer Gruppe, aus einer Fachkraft (Krankenschwester oder Erzieherische Fachkraft) und einer Pflegekraft zusammen. Jeder betreut somit drei Bewohner.
Ich als Krankenschwester habe in meinem Dienst die Verantwortung für die korrekte Gabe von Nahrung und Medikamenten, größtenteils über PEG und PEJ-Sonden. Das erfordert hohe Konzentration. Die tägliche Körperpflege der Bewohner ist ein wichtiger Bestandteil des Tagesablaufes, hier steht vor allem die Behandlungspflege für uns als Krankenschwestern im Vordergrund.
Gibt es Auffälligkeiten bzw. ändert sich der Gesundheitszustand eines Bewohners, habe ich die Möglichkeit, zeitnah mit Institutsärztin Frau Mau Rücksprache zu halten und den Bewohner bestmöglich medizinisch zu versorgen. Darüber hinaus ist einmal monatlich eine Arztsprechstunde für jeden einzelnen Bewohner, die ich als Krankenschwester begleite. Gelegentlich kommen auch Arzttermine außer Haus vor, die dann jeweils von einem Mitarbeiter der Gruppe begleitet werden.
Auch ist es wichtig, immer ein Auge auf die Funktionstüchtigkeit aller medizinischen Geräte wie Nahrungspumpen, lnhalationsgeräte, Überwachungsgeräte usw. zu haben und im Bedarfsfall zu reagieren. Einmal bis zweimal jährlich findet eine Teambesprechung für alle Krankenschwestern im Haus statt, in der wichtige Fragen und Probleme geklärt werden können oder man sich einfach nur austauschen kann.

Nina, Heilerziehungspflege-Schülerin

Nina arbeitet als Heilerziehungspflege-Schülerin im Blindeninstitut Würzburg.
Nina arbeitet seit Januar 2014 im Blindeninstiut Würzburg Erwachsene. Sie ist Heilerziehungspflege-Schülerin in unserer Förderstätte.

Was war dein schönstes Erlebnis bei der Arbeit im Blindeninstitut?

Es ist schwer aus den wunderschönen Erlebnissen das Schönste herauszusuchen. Ein sehr schönes Erlebnis war, dass eine Bewohnerin vor Lachen geweint hat. Sie freute sich darüber, dass ein Becher heruntergefallen war und laut geklappert hat.

Was gefällt dir besonders gut an deiner Arbeit im Blindeninstitut?

Die Individualität der Bewohner und deren Ausdrucksweisen ...