Bildungsgänge und Abschlüsse

In unseren „Offenen Klassen“ (BayEUG Art. 30a Abs.7) lernen Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen individuellen Unterstützungsbedürfnissen. Sie werden in kleinen, jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet.
 
Zielgruppen sind:

  • Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sehen
  • Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sehen und einem zusätzlichen Förderbedarf im Lernen
  • Schülerinnen und Schüler ohne einen sonderpädagogischen Förderbedarf 

Neben dem Erwerb der Kompetenzen der allgemeinen Schule hat der Unterricht den Erwerb der entwicklungsbezogenen Kompetenzen in den Bereichen Motorik und Wahrnehmung, Denken und Lernstrategien, Kommunikation und Sprache und Emotionen und soziales Handeln sowie laut Sekundärcurriculum in den Bereichen O & M (Orientierung & Mobilität) und LPF (Lebenspraktische Fertigkeiten) zum Ziel.
 
Grundlagen des Unterrichts sind:
  • die an den Förderschwerpunkt Sehen adaptierten Lehrpläne (LehrplanPLUS) der Grund- und Mittelschule (Förderschwerpunkt Sehen)
  • individuelle Förderpläne, die sich am individuellen Unterstützungsbedarf des Schülers orientieren (Förderschwerpunkt Sehen und Lernen)
  • die Lehrpläne (LehrplanPLUS) der Grund- und Mittelschule der allgemeinen Schule (ohne sonderpädagogischen Förderbedarf) 

Rahmenbedingungen unseres Kompetenzzentrums:
  • optimierte Strukturen und Wahrnehmungsbedingungen im Unterricht
  • sehbehindertenspezifische Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Unterrichtsräume, u.a. bestmögliche Beleuchtung
  • sehbehinderten- oder blindenspezifische Methoden und Inhalte, u.a. Orientierung am spezifischen Curriculum
  • individueller Einsatz von optischen und technischen Hilfsmittel wie z.B. interaktive digitale Tafeln und Computer in allen Unterrichtsräumen
  • Durchlässigkeit zwischen den Jahrgangstufen und Lerngruppen
  • vertiefte Berufsorientierung ab der 7. Jahrgangstufe, u.a. Betriebspraktika und spezifische Beratung zum Übergang Schule und Beruf durch unseren Fachdienst der „Überregionalen Offenen Behindertenarbeit“

Grundschule

In fünf Grundschuljahren sollen sehbehinderte und blinde Schülerinnen und Schüler möglichst eigenaktiv und selbstbestimmt lernen. Eine intensive und regelmäßige Zusammenarbeit mit den Eltern und der Heilpädagogischen Tagesstätte bzw. dem Bereich Wohnen ist uns dabei besonders wichtig. Mit dem Übertrittszeugnis im letzten Grundschuljahr ist der Besuch jeder weiterführenden Schule möglich.

Mittelschulstufe

In den Klassen 5 bis 9 der Mittelschule werden optimierte Bedingungen geschaffen, um auf folgende Schulabschlüsse individuell vorzubereitet:
  • Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule
  • Qualifizierender Abschluss der Mittelschule
  • Erfolgreicher Abschluss im Bildungsgang des Förderschwerpunktes Lernen

Offenes Ganztagsangebot

An mindestens zwei Wochentagen ist für Schülerinnen und Schüler eine Anmeldung im Offenen Ganztag möglich, wenn sie keine Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) oder kein Wohnangebot (5-Tages-Internat, Ganzjahreswohnen) des Kinder- und Jugendbereichs besuchen.
Im Anschluss an den Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler bis 16.00 Uhr (Montag bis Donnerstag) bzw. 14.00 Uhr (Freitag) betreut.