Jahresbericht des Blindeninstituts Thüringen 2015/2016
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Im Rausch der Farben

Farben erfahren mit allen Sinnen

Der diesjährige Projekttag Sehen der Blindeninstituts-

stiftung hatte das Thema „Farb-Kontraste und Kon-

fetti“ und lud alle Mitarbeiter aus den Instituten zu

einem sprichwörtlich „bunten“ Tag in Schmalkalden

ein. Die Frühförderung war natürlich auch mittendrin.

Spiele (nicht nur) mit Farben, und das für Erwachsene.

Es sollte ein spannender Tag werden.

Was bedeuten Farben für uns? Und was bedeuten sie

für die Menschen, die wir betreuen? Was sind eigent-

lich Farben?

Farben helfen uns beim Orientieren, Farben prägen

unseren Alltag, Farben sorgen in hohem Maße für die

Schönheit der uns umgebenden Natur. Die meisten

Menschen können sich eine Welt ohne Farben nicht

vorstellen.

Farben sind nicht einfach da, sie entstehen durch

Licht und die Objekte, auf die das Licht fällt. Da jeder

Mensch mit „eigenen Augen“ und „eigener Wahrneh-

mung“ in die Welt blickt, hat jeder Mensch einen an-

deren Eindruck dieses Lichtes und dementsprechend

auch von den Farben.

Es gibt auch Menschen, die zwar sehen, aber keine

Farben wahrnehmen können. Für sie hat die Welt

unzählige Grau-Schattierungen und sie lernen im

Laufe der Zeit, anhand dieser Schattierungen Farben

zu unterscheiden oder zuzuordnen.

Auch Menschen, die blind sind, entwickeln oft ei-

nen Bezug zu Farben, weil sie im Alltag für sehende

Menschen eine große Rolle spielen und weil sie im

Sprachgebrauch fest verankert sind: Himmelblau,

Grasgrün, Schokoladenbraun, Schneeweiß, Blutrot,

Giftgrün, Pechschwarz, Schweinchenrosa…

Die ersten Spiele für Kinder werden nicht mit Zah-

lenwürfeln, sondern mit Farbwürfeln gespielt. Viele

Bücher für Kinder drehen sich um das Thema Farben.

Wer kennt Elmar, den bunten Elefanten? Wer hat

schon von der Königin der Farben gehört? Wer sind

das Kleine Gelb und das kleine Blau?