Jahresbericht des Blindeninstituts Thüringen 2015/2016
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Menschen und der Welt getrennt zu bleiben, wenn

wir mit ihnen kein gemeinsames, ihnen zugängliches

Sprachsystem entwickeln.

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen

mit Behinderungen formuliert als zwei wesentliche

Menschenrechte das Recht auf Selbstbestimmung

und das Recht auf selbstverständliche Teilhabe in

allen Lebensbereichen. Eine Sprache zu haben, sich

ausdrücken zu können, über eine gemeinsame Kom-

munikation zu verfügen ist die wesentliche Vorausset-

zung, um sich selbst zu bestimmen und um als gleich-

berechtigter Partner in allen Bereichen des Lebens

teilzuhaben.

Jede Form von Beziehungsgestaltung, jedes Lernen

lebt davon, in einem gemeinsamen Kommunikations-

system zu sein. Genau in diesem Sinne ist für die

Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die in den

unterschiedlichen Blindeninstituten lernen, leben,

arbeiten und gefördert werden, die „Sprache das Haus

ihres Seins“. Dieses Kommunikationshaus gemein-

sam mit vielen Menschen Steinchen für Steinchen zu

bauen ist eine lebenslange Aufgabe.

Wir als Blindeninstitutsstiftung nehmen die UN-

Konvention sehr ernst und orientieren uns in unserem

Handeln an ihr. Weil so viele der sehbehinderten bzw.

blinden Menschen mit Mehrfachbehinderungen in

Kommunikation über

das Lormen.

Danach Umsetzung in

Braille-Schrift

Kommunikation über

das Taktile Gebärden

Die Welt erfassen …