Jahresbericht des Blindeninstituts München 2017
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Gelebte Inklusion in der Haustechnik

Luca Volpini ist Schüler in der Berufsschulstufe in un-

serer Außenstelle Solln. Nach den Osterferien absol-

vierte er ein Praktikum in der Abteilung Haustechnik

des Blindeninstituts München. Einmal in der Woche

half er jeweils einen ganzen Tag lang mit, alle Arbei-

ten, die in der Haustechnik anfallen, zu erledigen.

In der ganzen Zeit wurde er von Otto Galcik, einem

Mitarbeiter aus der Abteilung Haustechnik, begleitet.

Im Abschlussgespräch berichtet die Frohnatur Luca,

dass ihm die Arbeit sehr viel Spaß gemacht hat. Ge-

fallen hat ihm besonders die Zusammenarbeit mit Otto

und den anderen Haustechnikern. Er erzählte, dass es

anstrengende Arbeiten, wie z. B. das Aufräumen der

Keller oder den Rasen mähen, aber auch „chilligere“

Arbeiten wie die Mittagessensfahrt nach Solln, gab.

Insgesamt war es für ihn sehr abwechslungsreich und

gerade das Kennenlernen und der Umgang mit den

Maschinen, die zur Durchführung verschiedenster

Aufträge benötigt wurden, waren faszinierend.

Luca wurde wie ein gleichwertiger Arbeitnehmer be-

handelt und hat sich auch so gefühlt, was sein Selbst-

wertgefühl und sein Selbstbewusstsein noch mehr

steigerte. Als ich ihn fragte, was sein Traumberuf ist?

antwortete er: „Hausmeister“.

An Projekten dieser Art wird deutlich, welch hohen

Stellenwert die Vernetzung und Zusammenarbeit der

verschiedenen Abteilungen in unserem Haus haben.

Gemeinsam wird so Inklusion vor Ort möglich.

Einen großen Dank auf diesem Wege an Otto Galcik,

der den Schüler einfühlsam bei der Arbeit begleitete

und somit zum Gelingen dieses Projektes einen sehr

großen Beitrag geleistet hat.

Paola Katzenberger,

Hauswirtschaftsleitung