Jahresbericht des Blindeninstituts Regensburg 2017
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Schülertheatertage enden mit Glanzleistung

titelt die Mittelbayerische Zeitung

Keine Übertreibung. Ganz im Gegenteil, man hat das

Gefühl, man kann es eigentlich nicht in Worte fassen,

was hier auf der Bühne passiert. Laienschauspieler

die nicht laienhaft spielen, Präzision wo sie notwendig

ist, Witz wo er passt, ein dezentes sowie aussage-

kräftiges Bühnenbild und nicht zuletzt ein sagenhaf-

tes Drehbuch abgestimmt auf die Möglichkeiten der

Schauspielerinnen und Schauspieler.

Im Rahmen der 36. Schülertheatertage in Regensburg

füllt sich das Thon Dittmer Palais zum 13. Mal. Bereits

in den letzten 4 Wochen durften 13 Theatergruppen ihr

Können und schauspielerisches Talent unter Beweis

stellen. An diesem Abend sind gleich drei Schulen

gemeinsam am Werk unter dem Motto: „The greatest

Story ever“. Die Plätze sind schnell alle besetzt, viele

Besucher staunen stehend in einem wunderschönen

Ambiente im Herzen der Regensburger Altstadt.

Das Blindeninstitut kooperiert in diesem Jahr mit dem

Sonderpädagogischen Förderzentrum in Regenstauf und

der Mittelschule in Lappersdorf. Die drei Stücke, die am

Ende alle ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich eine

Verfilmung in Hollywood, sind aus Ideen der Schülerinnen

und Schüler gewachsen, teilweise basieren Sie auch auf

echten Begebenheiten aus dem Leben der Jugendlichen.

Die Jugendlichen des Blindeninstituts spielen das

Höhlenmärchen. Auf der Bühne sind ein Professor und

seine Assistentin, später noch zwei verirrte Wanderer

und eine Schatzsucherin zu sehen. Ungewollt treffen

sie in einer Höhle aufeinander. Nach und nach müssen

sie sich zudem mit den verschiedensten Märchenfi-

guren auseinandersetzen. So tauchen z.B. die Zwerge

auf und der Waschel, ein Wirbelgeist…am Ende auch

noch der gefährliche Bär und die Elfenkönigin, die den

Menschen Ihren sehnlichsten Wunsch erfüllt. Hatte al-

les mit dem Traum begonnen, einmal berühmt zu sein,

endetet das Märchen mit dem Wissen um die Wichtig-

keit von Freundschaft, gegenseitiger Unterstützung,

Vertrauen und Freiheit. Immer begleitet vom steten

„Blob“ der Wassertropfen von der Decke der Höhle.