Jahresbericht des Blindeninstituts Regensburg 2017
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Abgehoben

Als wir kurz nach Weihnachten den Anruf aus Würz-

burg bekamen, die Flugschule Aero-Dynamics in

Neumarkt um Geschäftsführer und Rettungspilot

Werner Iberler habe der Blindeninstitutsstiftung

einen Rundflug geschenkt, war die Freude groß. Der

persönliche Kontakt zur Flugschule war bald herge-

stellt, dann machten wir uns intern Gedanken, wie es

gelingen kann, zwei Schülerinnen und Schüler aus den

120 Kindern auszuwählen, um mit dem Hubschrauber

zu fliegen.

Schließlich entschied man sich für einen Malwettbe-

werb. Daran nahmen schon gar nicht alle Schüler teil,

viele könnten ob ihrer schweren Behinderung nicht an

einem solchen Flug teilnehmen und manche entschie-

den sich bewusst dagegen, weil sie sich nicht vorstel-

len konnten zu fliegen.

Übrig blieben 7 Kinder, die jeweils ein Bild zum The-

ma Hubschrauberflug malten. Die Bilder wurden in

Kuverts verpackt und in einer offiziellen Verlosung zog

Institutsleiter Stephan Hußlein persönlich unter An-

wesenheit der Beteiligten, die glücklichen Gewinner.

Die Ziehung war höchst spannend, wurden zunächst

drei Kinder gezogen, die zwar die Gewinner zum

Flugplatz in Neumarkt begleiten durften, aber selbst

nicht mitfliegen konnten. Und dann die zwei Ge-

winner. Anna und Nils. Die beiden konnten es kaum

fassen. Anna sprang vom Stuhl und riss die Arme in

die Luft als hätte sie den Jackpot im Lotto geknackt.

Der Trostpreis für die beiden Kinder, deren Bild nicht

gezogen wurde, war ein großer Eisbecher und wurde

ebenfalls mit Freude angenommen.

Die Terminfindung

Die Termingestaltung entpuppte sich im Anschluss

etwas schwieriger als vermutet. Wir mussten uns

schnell eingestehen, dass so ein Hubschrauberrund-

flug eben kein Spaziergang durch die Stadt ist, den

man durchaus auch mal mit dem Regenschirm absol-

vieren könnte oder sich bei Sturm irgendwo einstellen

kann. Die ersten beiden Termine mussten, nach stän-

diger Beobachtung des Wetterradars, wegen einer

Schlechtwetterfront abgesagt werden. Das bedeutete

in jedem Fall, die Eltern mussten gleich morgens infor-

miert werden, dass die Schulsachen doch mitgenom-

men werden müssen, die Presse wurde abbestellt,

der Bus für den Transport wurde rückabgewickelt, die

Klassen mussten informiert werden und das Mittag-

essen wurde wieder bestellt.

Der Flug

Am Donnerstag den 13. Juli 2017 war es dann endlich

so weit. Wunderbares Wetter begleitete uns schon

auf dem Weg zum Flugplatz. Dort wurden wir auf eine