Jahresbericht des Blindeninstituts Würzburg 2017
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Herausforderungen als Kompetenzzentrum mit dem

Förderschwerpunkt Sehen.

Weiterhin konnten wir die nächsten Schritte vorbe-

reiten für unseren geplanten Neubau der Außenstelle

der Graf-zu-Bentheim-Schule mit integrierter Ta-

gesstätte und Frühförderung in Aschaffenburg. Nun

stehen die vorgeschriebenen Bieterverhandlungen

für die Architekten und Planungsbüros an. Unsere

Schirmherrin für dieses Projekt Karin Seehofer hat

auch schon ihren nächsten Besuch zur Unterstützung

der Neubaumaßnahme angekündigt.

Medizinische Kooperationspartner

Bezüglich der medizinischen Versorgung der uns an-

vertrauten Kinder und Jugendlichen haben wir einige

wichtige Teilerfolge erzielt. Mit der Klinik am Grein-

berg (Spezialklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie,

Psychosomatik und Psychotherapie), die sich auf

unserem Gelände befindet, konnte ein wöchentliches

Konzil für unsere Intensivklassen und -gruppen reali-

siert werden. Diese enge und regelmäßige klinische

Begleitung ist für die Förderung und Betreuung in die-

sen Spezialklassen und-gruppen mit psychiatrischem

Unterstützungsbedarf von unschätzbarem Wert.

Auch in der Zusammenarbeit mit der „neuen“ Kli-

nik Mitte (Missionsärztliche Klinik und Juliusspital)

gelangen wichtige Schritte zu einer noch besseren

Kooperation für die klinische Versorgung unserer

jungen Bewohner. So ist es gelungen die Übergänge

zwischen „unseren Häusern“ klarer und eindeutiger

zu strukturieren und zu gestalten.

Abschied und ein Platz zum Erinnern

Leider gab es auch im letzten Schuljahr Anlass

zu großer Betroffenheit und Trauer. Im November

erreichte uns die Nachricht vom Tod von Wilfried

Frelke. Wilfried Frelke war fast 36 Jahre lang Heimlei-

ter im Blindeninstitut Kinder und Jugendliche. Er hat

in dieser Zeit grundlegende und richtungsweisende

Entwicklungen angestoßen, die bis in unsere heutige

Zeit wirken. Die Blindeninstitutsstiftung hat ihm viel

zu verdanken und mit seinem Namen verbinden viele

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wertvolle Erinne-

rungen.

Unser Gedenkort – ein Ort des Erinnerns und der Trau-

er – unterhalb des Hauses 5 hat in diesem Jahr Gestalt

angenommen. Nun werden noch in der Arbeitsgruppe

Keramik unserer Bentheim-Werkstatt die Gedenkta-

feln für die verstorbenen Kinder, Jugendlichen und

Erwachsenen ganz individuell hergestellt. Und auch

für den schon installierten Brunnen wird eine entspre-

chende Keramikverkleidung produziert. Die bisherigen

Rückmeldungen bestärken uns in unserer Einschät-

zung, dass hier ein würdiger Platz zum Erinnern, Trau-

ern und Besinnen geschaffen wurde. Im kommenden

Frühjahr werden wir dann den Gedenkort mit einer

kleinen Feier einweihen.

Mit diesem Ausschnitt des Wandels und der Verän-

derungen wollen wir, die Verantwortlichen und die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufzeigen, dass

viele Anstrengungen unternommen werden, um Ihnen,

liebe Eltern, und Ihren Kindern weiterhin ein moder-

nes, aber auch ein adäquates Schul-, Förder-, Wohn-,