Jahresbericht des Blindeninstituts Würzburg 2017
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2. Licht zum Schreiben und Lesen – ein sehr helles

Licht, das im ersten Moment erschreckt, aber

phantastisch Kontraste auf dem Arbeitsblatt

erscheinen lässt.

3. Licht für die Projektion nach vorne – d. h. das

Lichtband in Tafelnähe wird dunkel, die restlichen

zwei Lichtbänder werden gedimmt.

4. Tafellicht – das Lichtband in Tafelnähe geht auf

Vollleistung, die beiden anderen werden gedimmt.

Diese vier Lichtszenen können durch einen weiteren

Schalter auf volle Leistung hochgefahren werden oder

bei Bedarf auch gedimmt werden.

Biodynamisches Licht, also die technische Umsetzung

der natürlichen Lichtveränderung im Tagesverlauf mit

den dazu korrespondierenden Auswirkungen auf den

Biorhythmus, lässt sich durch LED-Technik realisie-

ren, ist aber noch sehr teuer. Deshalb konnten wir das

nur in drei Klassenzimmern verwirklichen.

In diesen Klassenzimmern kann sowohl die Licht-

farbe verändert, als auch das Licht nach unten oder

oben gelenkt werden. Dies hilft blendempfindlichen

Schülern sehr. Die Auswirkung der Lichtfarbe auf den

Biorhythmus und die Befindlichkeit der Schüler ist ein

spannendes Thema und wir sind auf die Erfahrungen

der KollegInnen gespannt!

Das Bewegungsbad

Die Erfahrungen von der Arbeit im Therapiebecken im

Haus 5 bestimmte die Planung des neuen Bewegungs-

bades. Zwei wichtige Aspekte seien hier benannt:

• Vermeidung von bodentiefen Hebevorgängen.

• Schaffung von separaten, nicht einsehbaren Umklei-

de- und Duschbereichen.

So entstand ein Bewegungsbad, das durch den farbig

leuchtenden Deckenfries, hervorragende Musik-

wiedergabe (irgendwann sicher auch wieder unter

Wasser), körperwarmes Wasser und einladende Wär-

mebank und Wärmesessel sicherlich zu den „Sahne-

häubchen“ der Generalsanierung zu zählen ist.

Der Pausenhof

Bei der Konzipierung des Pausenhofes war es wichtig,

der Bewegungsfreude der Schüler gerecht zu werden.

Eine Slackline lädt zum Balancieren ein. Den Mittel-

punkt bildet eine Bewegungslandschaft auf mehreren

Etagen, die sogar schon von E-Rollstuhlfahrern getes-

tet wurde. Bunte Ruhebänke bilden den Gegenpol und

sind für körperbehinderte Schüler gedacht, die dem

Unterricht im Rollstuhl sitzend folgen. Für sie bedeu-

tet Pause eben, sich mal ablegen und ausstrecken zu