Jahresbericht des Blindeninstituts Würzburg 2017
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Närrische Amtshilfe von Prinz zu Prinz

Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass das Würz-

burger Prinzenpaar und der Elferrat zusammen mit

blinden und sehbehinderten Menschen die fünfte

Jahreszeit feiern. So waren auch zum diesjährigen

Faschingsumzug mit Inthronisation des Prinzenpaares

vom Blindeninstitut die närrischen Hoheiten Prinz

Robert I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Klaudia I.

„von der sportlichen Therapie“ in die Ohmstraße

gekommen.

Mit Blick auf den schon etwas mitgenommenen

Federschmuck seines Amtskollegen aus dem Blinden-

institut bemerkte Robert I. ehrfurchtsvoll: „Mann, du

kannst aber feiern – ich hoffe, meine Federn sehen am

Aschermittwoch auch so aus!“.

Am folgenden Tag kam er mit einem Überraschungs-

geschenk zurück: einem Satz neuer Fasanenfedern für

die Kappe seines Prinzenkollegen Mario der Wunder-

bare. Davon war natürlich auch dessen Prinzessin

Charlotte die Zauberhafte äußerst angetan. So steht

dem närrischen Treiben am Blindeninstitut nun auch

an den Faschingstagen nichts mehr im Wege.

Thomas Kandert

Märchen in leichter Sprache

Gemeinsam die Spannung aushalten, wenn die böse

Stiefmutter zu Schneewittchen geht oder sich freuen,

wenn Rapunzel ihren blinden Prinzen nach langen

Jahren der Wanderschaft endlich findet, das haben

kleine und große Zuhörer bei der ersten Märchen-

stunde in leichter Sprache in der Bücherei in Haus 11

erlebt. Ende März hatte das Büchereiteam des

Blindeninstituts zu dieser Vorleseaktion eingeladen.

„Märchen haben einen klaren strukturellen Aufbau,

der von gut und böse mit einem entsprechenden

Spannungsbogen geprägt ist. In leichter Sprache