Jahresbericht des Blindeninstituts Würzburg 2017
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Werkstatt für Sehgeschädigte wird zur Bentheim Werkstatt

Die „Werkstatt für Segeschädigte Würzburg GmbH“

heißt ab sofort „Bentheim Werkstatt GmbH“ – in An-

lehnung an den Gründer der Blindeninstitutsstiftung

Moritz Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda. Rund

150 Menschen mit Sehbehinderung, Blindheit und

weiterem Unterstützungsbedarf arbeiten in der Spe-

zialwerstatt in den Bereichen Holz, Metall, Keramik,

Leder und Montage.

Die Blindeninstitutsstiftung hat einen Gründer, auf

den wir immer noch stolz sein können. Moritz Graf zu

Bentheim-Tecklenburg-Rheda war schon vor über 160

Jahren davon überzeugt, dass blinde Menschen mehr

können, als ihnen ihre Mitmenschen damals zutrau-

ten. Er blickte auf ihre Fähigkeiten und besonderen

Talente, nicht auf das, was sie nicht konnten.

Deshalb wollten wir, die Werkstattmitarbeiterinnen

und -mitarbeiter sowie die Geschäftsleitung, auch im

Namen unserer Werkstatt keinen Hinweis mehr auf

einen „Schaden“. Unsere Werkstatt heißt darum jetzt

„Bentheim Werkstatt GmbH“. In Namen und in unse-

rem neuen Logo beziehen wir uns ganz bewusst auf

unseren Gründer und die Werte, die ihm vor so langer

Zeit wichtig waren und für uns immer noch prägend

sind.

Der Werkstattnamen trägt im Logo den Zusatz „inklu-

siv arbeiten!“ und gibt damit die Richtung vor, in die

wir uns weiterentwickeln möchten. Denn so wie es

Graf Bentheim damals anregte, dürfen wir unseren

Werkstattmitarbeiterinnen mit Sehbehinderung oder

Blindheit auch heute mehr zutrauen, als es sich viele

Mitmenschen vorstellen können.

Dr. Thomas Heckner