Jahresbericht des Blindeninstituts Würzburg 2017
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Außenarbeitsplatz in Frage, stehe ich in enger Kom-

munikation mit allen Beteiligten (verantwortliche

Personen des potentiellen Arbeitsplatzes, möglicher

Klient, Angehörige etc.). Ich führe Vertragsverhand-

lungen und ermögliche Praktika in den einzelnen

Außenarbeitsplätzen. Dann richte ich den Arbeitsplatz

nach den Fähigkeiten des Klienten mit ihm ein und

stehe in ständiger Kommunikation und Reflexion mit

den beteiligten Parteien. Die Begleitung des Klienten

schon vor Antritt des Praktikums, wie z. B. das

Trainieren des Weges zum neuen Arbeitsplatz, gehört

ebenfalls zu meinen Kernaufgaben.

Auch begleite ich das BüWA-Projekt. Hierbei geht es

darum, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze

zu gewinnen und die Klienten während der einzelnen

Phasen des Projektes „Begleitung Übergang Werk-

statt – allgemeiner Arbeitsmarkt“ zu unterstützen.

Dies geschieht in engem Kontakt mit dem Integrati-

onsfachdienst, dem Klient und seinen Angehörigen.

Auf den Punkt gebracht ist eines der Kernziele meiner

neuen Arbeitsstelle, den Mitarbeiterinnen und Mit-

arbeitern der Werkstatt die Möglichkeit zu eröffnen,

die Arbeitswelt außerhalb der Bentheim-Werkstatt

kennenzulernen.

Welche Vor- oder Nachteile kann es haben, in einer

geschützten Einrichtung oder der freien Wirtschaft

tätig zu sein? Bei dieser und vielen weiteren Fragen,

die den Klientinnen und Klienten beim Thema Außen-

arbeitsplatz durch den Kopf gehen, kann ich sie in

ihrer Entscheidungsfindung unterstützen und ihnen

helfen. Ängste und Schwierigkeiten werden bespro-

chen und ernst genommen. Wünsche werden bei der

Arbeitsplatzwahl beachtet und bereits vorhandene

Fähigkeiten gefördert. Manchmal entdecken wir bei

genauerem Hinschauen auch die eine oder andere Fä-

higkeit, die nicht auf den ersten Blick erkennbar war.

So kann ich den Klientinnen und Klienten buchstäblich

beim Wachsen und Bilden ihrer Persönlichkeit zuse-

hen und sie fördernd unterstützen.

Als Erfolg kann hier schon Ronny Schumann (37)

genannt werden, der als erster Mitarbeiter der WFS

Anfang August seinen Arbeitsvertrag als Hauswirt-

schaftshelfer in der Küche einer Würzburger Kita

unterschreiben hat.

Ein anderer sehr wichtiger Teil meiner neuen Ar-

beitsaufgabe bezieht sich auf die Aktivitäten in der

Bentheim-Werkstatt selbst. Hier bin ich maßgeblich

an der Entwicklung und Verwirklichung von internen

Projekten, wie z. B. Aufzugführerschein, oder dem

Gestalten und der Präsentation der Werkstatt nach

Außen beteiligt.