Viele Wege, sich zu verstehen
Hingeschaut: Menschen mit Hörsehbehinderung oder Taubblindheit nutzen sehr unterschiedliche Wege der Kommunikation. Welcher passend ist, hängt immer von der einzelnen Person ab: vom Zeitpunkt des Eintritts und Ausmaß der Sinnesbeeinträchtigung, von den Fähigkeiten des Gegenübers und auch von der Situation – etwa von Licht, Abstand oder Hintergrundgeräuschen. Deshalb kennen viele Betroffene mehrere Kommunikationsformen und setzen sie je nach Umfeld einzeln oder kombiniert ein.

Fühlen, Riechen, Schmecken
Für taubblinde und hörsehbehinderte Kinder sind die Hände ein zentrales Sinnesorgan. Über Tasten, aber auch über Geruch und Geschmack erschließen sie sich ihre Umwelt. Dafür brauchen sie Zeit, passende Erfahrungen und verlässliche Begleitung.

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Bezugsobjekte
Bezugsobjekte sind vertraute Gegenstände mit fest vereinbarter Bedeutung. Sie können auf Personen, Aktivitäten oder Situationen verweisen – etwa ein Löffel auf das Essen oder ein kleiner Rucksack auf einen Ausflug. So werden Abläufe verständlicher und Tagesstrukturen greifbar.

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METACOM-Symbole
METACOM-Symbole sind klar gestaltete Piktogramme für Gegenstände, Personen, Handlungen oder Orte. Sie lassen sich gut an Sehvermögen und Situation anpassen und werden zum Beispiel für Kommunikationstafeln, Orientierung und Strukturierung eingesetzt.

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Lormen
Beim Lormen werden Buchstaben durch Berührungen an bestimmten Stellen der Hand übermittelt. Dieses Tastalphabet ermöglicht Menschen mit Taubblindheit, sich über die Handfläche zu verständigen, und kann auch beim Erlernen von Schriftsprache hilfreich sein.

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(Taktile) Gebärden
Gebärden können eigenständig oder lautsprachunterstützend genutzt werden. Ist das visuelle Erfassen nicht möglich, können Gebärden taktil wahrgenommen werden: Die taubblinde Person legt dabei ihre Hände auf die Hände des Gegenübers und fühlt Form und Bewegung mit.

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Braille
Die Brailleschrift ist die tastbare Schrift blinder und hochgradig sehbehinderter Menschen. Sie basiert auf Punktkombinationen, die mit den Fingerspitzen gelesen werden. Auch für Menschen mit Hörsehbehinderung oder Taubblindheit ist Braille ein wichtiger Zugang zu Sprache und Schrift.