

Mehr Teilhabe durch Unterstützte Kommunikation
Wenn verbale Kommunikation ganz oder teilweise fehlt, braucht es Alternativen. Und um die zu ermöglichen, sind gute Förderung, viel Fachwissen und passgenaue Hilfsmittel nötig.
Manchmal fehlen die Worte. Nicht, weil man nichts zu sagen hat, sondern weil man sich nicht verständlich machen kann. Für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Seh- und Mehrfachbeeinträchtigungen ist genau dies Alltag. Sie können sich kaum verbal äußern und sind auf andere Kommunikationsformen oder Hilfsmittel angewiesen. Was für andere selbstverständlich ist, wird zur täglichen Herausforderung.
Unterstützte Kommunikation eröffnet hier neue Möglichkeiten. Über taktile Zeichen, Gebärden, Symbole oder technische Hilfsmittel können blinde und sehbeeinträchtigte Menschen ihre Gedanken und Bedürfnisse ausdrücken – und so mit ihrer Umwelt in Kontakt treten. Dadurch wird Selbstbestimmung gefördert und echte Teilhabe ermöglicht.
Damit das gelingt, braucht es eine gute Förderung, viel Fachwissen und passgenaue Hilfsmittel. Hier kommen beispielsweise sogenannte Taster zum Einsatz. Sie geben vorher eingesprochene Texte wieder. Oder spezielle Sprach-Apps, die ein einfaches Tablet in einen Sprachcomputer verwandeln. Anhand von Symbolen können so Gefühle oder Bedürfnisse schnell und verständlich ausgedrückt werden.
Aber auch die stetige Weiterbildung der pädagogischen Fachkräfte – etwa in der Nutzung von „Lormen“, also dem Schreiben von Texten in die Hand – ist eine wichtige Aufgabe. Jeder Baustein der Kommunikation hilft dabei, noch individueller auf die Bedürfnisse der jeweiligen Person einzugehen und ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Damit die Kommunikation durch diese speziellen Formen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene noch weiter verbessert werden kann, brauchen wir Unterstützung. Helfen Sie mit – jede Spende zählt!