Ministerin Katharina Schenk zu Besuch im Blindeninstitut Thüringen

Am Freitag, den 23.Januar 2026 besuchte Katharina Schenk, Thüringer Ministerin für Gesundheit, Soziales, Arbeit und Familie zusammen mit Janine Merz, Mitglied des Thüringer Landtages, Thomas Kaminski, Bürgermeister der Stadt Schmalkalden und Christoph Zimmermann, Vizebürgermeister der Stadt das Blindeninstitut Thüringen in Schmalkalden.
Schon bei der Begrüßung in der Aula des Robert-Koch-Hauses durch Institutsleiter Thomas Garten wurden die verbindenden Themen deutlich, und über die Fotoausstellung, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Einrichtung in ihrem Alltag und ihrer schönen Verschiedenheit abbilden, kam man schnell ins Gespräch.
Katrin von Vogt, Schulleiterin der Bentheim-Schule, nahm die Fragen der Gäste gerne auf und erklärte, dass das Sehen der Menschen, die hier lernen und leben ganz unterschiedlich eingeschränkt ist und von einer Sehbehinderung bis zur Blindheit reicht. Dazu kommen weitere ganz individuelle und von Faktoren wie Motivation, Erfahrung und Motorik geprägten Besonderheiten im Sehverhalten der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die im Blindeninstitut Thüringen Aufmerksamkeit, Wissen und Beachtung finden.
Thomas Kaminski, der Ministerin Schenk nach Schmalkalden und in das Blindeninstitut eingeladen hatte, skizzierte sein Bild der Einrichtung, welches sich über die Jahre aufgebaut hat: er sei jedes Mal beeindruckt von seinen Erlebnissen im Rahmen der Tage der offenen Tür, von der Kompetenz in den verschiedenen Bereichen. Er nehme stark die notwendige medizinische Versorgung und Betreuung der Klientinnen und Klienten wahr, erlebt und schätzt aber auch die Präsenz und die Wirkung der Einrichtung in der Stadt unter anderem mit den „Klassen am Stadtpark“, den Verbindungen über Musikschule und mehr. Und, er hat den Eindruck, dass im Blindeninstitut Thüringen gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind.
Janine Merz nahm Kaminskis Eindrücke von den Tagen der offenen Tür auf und ergänzte, dass ihr im Rahmen ihres Besuches besonders deutlich wurde, wie wichtig und wertvoll die Einrichtung für Eltern mit einem behinderten Kind ist, wie deutlich Eltern formulieren, was sie an der Arbeit schätzen und was wirklich hilfreich für die Familien ist.
Nach einem kurzen Exkurs zum humanistischen Gedanken des Gründers Moritz Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda „blinde Kinder sind bildbar“ und der Entwicklung von der Blindenschule von 1853 zur heutigen vielfältigen Stiftung leitete Thomas Garten auf das Blindeninstitut Thüringen über. Die Einrichtung begleitet blinde und sehbehinderte Menschen mit weiteren zum Teil sehr komplexen Behinderungen in allen Lebensphasen.
In der Reihenfolge stellten die Leiter der Ressorts die Besonderheiten ihrer Bereiche vor:
Katja Gibson gab einen Einblick in die Frühförderung Sehen, Katrin von Vogt in die Bentheim-Schule, Thomas Garten stellte das Ressort Wohnen und Leben vor zu dem bei den Erwachsenen auch der Förderbereich gehört und Samuel Thiele, ärztlicher Leiter stellte Möglichkeiten der medizinisch-therapeutischen Begleitung und Versorgung der Klientinnen und Klienten dar. So wurde deutlich, dass neben den Kernkompetenzen Sehen und Kommunikation auch Gesundheitssorge, Pflege und Therapie zur fachlichen Stärke der Einrichtung zählen und es letztendlich im Interesse der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen immer um ein gutes Zusammenspiel der Ressorts und eine gute Abstimmung geht.
„Wir sind eine offene Einrichtung und verstehen das auch als eine Form von Inklusion“. Aus der Beschreibung von Thomas Garten entstand eine wichtige, wenn auch der begrenzten Zeit geschuldete kurze Diskussion. „Inklusion ist keine Einbahnstraße“ betonte Katharina Schenk und „braucht mehr Offenheit auf beiden Seiten“ ergänzte Thomas Kaminski.
Um das, über das Blindeninstitut Thüringen Gehörte, für die Gäste erlebbar zu machen, schloss sich ein kurzer Besuch in einer Schulklasse an. Der Weg dorthin bot Thomas Garten und Katrin von Vogt die Möglichkeit, die bauliche und auch organisatorische Struktur des Robert-Koch-Hauses und die Möglichkeiten, die das Außengelände den Schülern und Klienten bietet, zu beschreiben.
Angesprochen wurde dabei auch die Notwendigkeit eines Schulgebäudes. Die Bentheim-Schule hat aus dem Gründungsgedanken mit einer wohnintegrierten Beschulung heraus kein Schulgebäude. Wohn- und Sozialräume werden aktuell als Klassenzimmer genutzt. Schule und Schüler haben sich im Laufe der Jahre verändert, und ein Schulgebäude ist nun mehr als notwendig.
Lag auf Seiten der Leitung des Blindeninstituts Thüringen doch eine gewisse positive Spannung vor dem Besuch der Ministerin in der Luft, ließen sich die Schülerinnen und Schüler der Tagesschulklasse 5 doch wenig aus ihrem Konzept bringen.
Sie nahmen auf ihre Art kurz die doch nicht kleine Besuchergruppe wahr, machten aber schnell mit ihrem Unterricht weiter.
Auf dem Stundenplan stand wie immer freitags die Reflexion der Schulwoche. Mit Bildern, die über die große Leinwand liefen, Metacom-Symbolen, Gebärden und begreifbaren Dingen wurde sich an jeden Schultag erinnert und Wichtiges und Schönes im Elternheft festgehalten.
Da eine Schülerin der Klasse in der Woche Geburtstag hatte und dies auch noch einmal „besprochen“ wurde, gab es direkt eine Verbindung zu Katharina Schenk, die am Tag des Besuches Geburtstag feierte. Lennox, Schüler der Klasse, ging mit der Gebärde und dem Metacom-Symbol für GEBURTSTAG mit den Gästen ins Gespräch und wurde auch ohne Lautsprache gut verstanden.
Snoezelenraum, „Guckkasten“ (Raum für Sehdiagnostik und Sehförderung), Lernraum, sehbehinderten- und blindenspezifische Raumgestaltung, Tagesplaner, spezifische Unterrichtsmaterialen - nach einem kurzen Überblick über die Schulräume endete der Besuch in der Aula.
Das Blindeninstitut Thüringen sagt Danke!
Danke an Katharina Schenk, Janine Merz, Thomas Kaminski und Christoph Zimmermann für die Möglichkeit sich vorzustellen bzw. die bereits vorhandenen Vorstellungen vom Blindeninstitut Thüringen und dem, was es ausmacht, zu intensivieren. Danke für die gute Zeit, den Austausch, die Fragen, und Danke für die Zusage der Unterstützung bei Bedarf in besonderen Fragen, wie zum Beispiel in der Bewilligung der sinnesspezifischen Frühförderung.
Sich erinnern ist wichtig! So, wie sich die Schülerinnen und Schüler am Freitag daran erinnern, was die Schulwoche geprägt hat und dies mit Bildern, Dingen, Worten und Symbolen festhalten, so war es dem Blindeninstitut Thüringen wichtig, dass sich die Gäste auch im Nachhinein noch an den Besuch erinnern. Jeder bekam seinen Namen in Blindenschrift und ein Braille-Alphabet für die Übersetzung.
Und Katharina Schenk eine kleine Erinnerungskiste mit verschiedenen Metacom-Symbolen und natürlich mit dem Maskottchen der Stiftung, dem kleinen Maulwurf Louis.
Katrin von Vogt, Schulleiterin der Bentheim-Schule, nahm die Fragen der Gäste gerne auf und erklärte, dass das Sehen der Menschen, die hier lernen und leben ganz unterschiedlich eingeschränkt ist und von einer Sehbehinderung bis zur Blindheit reicht. Dazu kommen weitere ganz individuelle und von Faktoren wie Motivation, Erfahrung und Motorik geprägten Besonderheiten im Sehverhalten der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die im Blindeninstitut Thüringen Aufmerksamkeit, Wissen und Beachtung finden.
Thomas Kaminski, der Ministerin Schenk nach Schmalkalden und in das Blindeninstitut eingeladen hatte, skizzierte sein Bild der Einrichtung, welches sich über die Jahre aufgebaut hat: er sei jedes Mal beeindruckt von seinen Erlebnissen im Rahmen der Tage der offenen Tür, von der Kompetenz in den verschiedenen Bereichen. Er nehme stark die notwendige medizinische Versorgung und Betreuung der Klientinnen und Klienten wahr, erlebt und schätzt aber auch die Präsenz und die Wirkung der Einrichtung in der Stadt unter anderem mit den „Klassen am Stadtpark“, den Verbindungen über Musikschule und mehr. Und, er hat den Eindruck, dass im Blindeninstitut Thüringen gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind.
Janine Merz nahm Kaminskis Eindrücke von den Tagen der offenen Tür auf und ergänzte, dass ihr im Rahmen ihres Besuches besonders deutlich wurde, wie wichtig und wertvoll die Einrichtung für Eltern mit einem behinderten Kind ist, wie deutlich Eltern formulieren, was sie an der Arbeit schätzen und was wirklich hilfreich für die Familien ist.
Nach einem kurzen Exkurs zum humanistischen Gedanken des Gründers Moritz Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda „blinde Kinder sind bildbar“ und der Entwicklung von der Blindenschule von 1853 zur heutigen vielfältigen Stiftung leitete Thomas Garten auf das Blindeninstitut Thüringen über. Die Einrichtung begleitet blinde und sehbehinderte Menschen mit weiteren zum Teil sehr komplexen Behinderungen in allen Lebensphasen.
In der Reihenfolge stellten die Leiter der Ressorts die Besonderheiten ihrer Bereiche vor:
Katja Gibson gab einen Einblick in die Frühförderung Sehen, Katrin von Vogt in die Bentheim-Schule, Thomas Garten stellte das Ressort Wohnen und Leben vor zu dem bei den Erwachsenen auch der Förderbereich gehört und Samuel Thiele, ärztlicher Leiter stellte Möglichkeiten der medizinisch-therapeutischen Begleitung und Versorgung der Klientinnen und Klienten dar. So wurde deutlich, dass neben den Kernkompetenzen Sehen und Kommunikation auch Gesundheitssorge, Pflege und Therapie zur fachlichen Stärke der Einrichtung zählen und es letztendlich im Interesse der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen immer um ein gutes Zusammenspiel der Ressorts und eine gute Abstimmung geht.
„Wir sind eine offene Einrichtung und verstehen das auch als eine Form von Inklusion“. Aus der Beschreibung von Thomas Garten entstand eine wichtige, wenn auch der begrenzten Zeit geschuldete kurze Diskussion. „Inklusion ist keine Einbahnstraße“ betonte Katharina Schenk und „braucht mehr Offenheit auf beiden Seiten“ ergänzte Thomas Kaminski.
Um das, über das Blindeninstitut Thüringen Gehörte, für die Gäste erlebbar zu machen, schloss sich ein kurzer Besuch in einer Schulklasse an. Der Weg dorthin bot Thomas Garten und Katrin von Vogt die Möglichkeit, die bauliche und auch organisatorische Struktur des Robert-Koch-Hauses und die Möglichkeiten, die das Außengelände den Schülern und Klienten bietet, zu beschreiben.
Angesprochen wurde dabei auch die Notwendigkeit eines Schulgebäudes. Die Bentheim-Schule hat aus dem Gründungsgedanken mit einer wohnintegrierten Beschulung heraus kein Schulgebäude. Wohn- und Sozialräume werden aktuell als Klassenzimmer genutzt. Schule und Schüler haben sich im Laufe der Jahre verändert, und ein Schulgebäude ist nun mehr als notwendig.
Lag auf Seiten der Leitung des Blindeninstituts Thüringen doch eine gewisse positive Spannung vor dem Besuch der Ministerin in der Luft, ließen sich die Schülerinnen und Schüler der Tagesschulklasse 5 doch wenig aus ihrem Konzept bringen.
Sie nahmen auf ihre Art kurz die doch nicht kleine Besuchergruppe wahr, machten aber schnell mit ihrem Unterricht weiter.
Auf dem Stundenplan stand wie immer freitags die Reflexion der Schulwoche. Mit Bildern, die über die große Leinwand liefen, Metacom-Symbolen, Gebärden und begreifbaren Dingen wurde sich an jeden Schultag erinnert und Wichtiges und Schönes im Elternheft festgehalten.
Da eine Schülerin der Klasse in der Woche Geburtstag hatte und dies auch noch einmal „besprochen“ wurde, gab es direkt eine Verbindung zu Katharina Schenk, die am Tag des Besuches Geburtstag feierte. Lennox, Schüler der Klasse, ging mit der Gebärde und dem Metacom-Symbol für GEBURTSTAG mit den Gästen ins Gespräch und wurde auch ohne Lautsprache gut verstanden.
Snoezelenraum, „Guckkasten“ (Raum für Sehdiagnostik und Sehförderung), Lernraum, sehbehinderten- und blindenspezifische Raumgestaltung, Tagesplaner, spezifische Unterrichtsmaterialen - nach einem kurzen Überblick über die Schulräume endete der Besuch in der Aula.
Das Blindeninstitut Thüringen sagt Danke!
Danke an Katharina Schenk, Janine Merz, Thomas Kaminski und Christoph Zimmermann für die Möglichkeit sich vorzustellen bzw. die bereits vorhandenen Vorstellungen vom Blindeninstitut Thüringen und dem, was es ausmacht, zu intensivieren. Danke für die gute Zeit, den Austausch, die Fragen, und Danke für die Zusage der Unterstützung bei Bedarf in besonderen Fragen, wie zum Beispiel in der Bewilligung der sinnesspezifischen Frühförderung.
Sich erinnern ist wichtig! So, wie sich die Schülerinnen und Schüler am Freitag daran erinnern, was die Schulwoche geprägt hat und dies mit Bildern, Dingen, Worten und Symbolen festhalten, so war es dem Blindeninstitut Thüringen wichtig, dass sich die Gäste auch im Nachhinein noch an den Besuch erinnern. Jeder bekam seinen Namen in Blindenschrift und ein Braille-Alphabet für die Übersetzung.
Und Katharina Schenk eine kleine Erinnerungskiste mit verschiedenen Metacom-Symbolen und natürlich mit dem Maskottchen der Stiftung, dem kleinen Maulwurf Louis.




























