Stärken stärken
Frühförderung Sehen jetzt Marte Meo zertifiziert

Die Frühförderung Sehen im Blindeninstitut Aschaffenburg wurde am 04.05.2026 als Marte Meo Einrichtung zertifiziert. In einer Feierstunde überreichte der Leiter des Marte Meo Instituts Deutschland, Markus Bach, das Zertifikatsschild an die Leiterin der Frühförderung Maria Wiesner und ihr Team.
Zu Beginn der Zertifizierungsveranstaltung führte Markus Bach kurz in die Marte Meo Methoden ein und lenkte den Blick der rund 50 Gäste unter dem Motto „Ich sehe was, was du gleich siehst“, auf die kleinen Interaktionsmomente im Zwischenmenschlichen.
Der Begriff Marte Meo kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „aus eigener Kraft“. Das „Selbst zu stärken“ steht im Zentrum der Methode, die die Pädagogin Maria Aarts in den 70er Jahren in den Niederlanden entwickelt hat. Die Methode hilft Menschen, ihre Kommunikation und Beziehungen im Alltag bewusster und unterstützender zu gestalten. Dabei werden kurze Videoaufnahmen von Alltagssituationen genutzt, um gelungene Momente sichtbar zu machen und daraus konkrete Entwicklungsschritte abzuleiten. Ausgebildete Beraterinnen unterstützen Eltern und Fachkräfte darin, die Kommunikation so zu gestalten, dass sich die Kinder selbstwirksam erfahren, ihr Selbstbild unterstützt und ihr Selbstwert gestärkt wird.
„Man muss eigentlich nichts anderes machen, als den Blick zu schulen und sich bewusst machen, welche Wirkung meine Interaktion hat“, sagt Markus Bach. In der Erziehung wird der Fokus häufig auf das Negative gesetzt: Wir werden von klein auf informiert, was wir falsch machen. „Und das macht etwas mit einem Menschen, wenn er immer nur mit seinen Fehlern konfrontiert wird“, unterstreicht er. Nicht den Fehler suchen – das machst du falsch – sondern die Stärken stärken, den Blick auf das richten, was positiv und richtig ist. Die Freude und die Neugier zu wecken steht als Entwicklungsmotor im Vordergrund.
Rund 20 Mitarbeitende aus der Frühförderung und der Medizinischen Therapie des Blindeninstituts wurden in Aschaffenburg in einer Basisfortbildung geschult. Drei Frühförderinnen, Maria Wiesner, Katrin Eichler und Nicole Thoma, haben die 18-monatige Ausbildung als Beraterinnen absolviert und bieten die Marte Meo Methode jetzt im Rahmen ihrer Elternarbeit an.
„Die Zertifizierung ist für unser Frühförderteam ein wichtiger Schritt für unsere gemeinsame Arbeit mit den Familien“ betont die Leitung Maria Wiesner. Auf Wunsch können Eltern der Frühförderung Sehen Termine vereinbaren, bei denen die Interaktionen mit dem Kind in besonderen Alltagssituationen kleinschrittig analysiert werden. Im gemeinsamen betrachten von Videosequenzen werden dann unterstützende und fördernde Interaktionen besprochen, die dem Kind Sicherheit geben, Chancen auf Entwicklung eröffnen und Lernmomente ermöglichen.
(ST)
Zu Beginn der Zertifizierungsveranstaltung führte Markus Bach kurz in die Marte Meo Methoden ein und lenkte den Blick der rund 50 Gäste unter dem Motto „Ich sehe was, was du gleich siehst“, auf die kleinen Interaktionsmomente im Zwischenmenschlichen.
Der Begriff Marte Meo kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „aus eigener Kraft“. Das „Selbst zu stärken“ steht im Zentrum der Methode, die die Pädagogin Maria Aarts in den 70er Jahren in den Niederlanden entwickelt hat. Die Methode hilft Menschen, ihre Kommunikation und Beziehungen im Alltag bewusster und unterstützender zu gestalten. Dabei werden kurze Videoaufnahmen von Alltagssituationen genutzt, um gelungene Momente sichtbar zu machen und daraus konkrete Entwicklungsschritte abzuleiten. Ausgebildete Beraterinnen unterstützen Eltern und Fachkräfte darin, die Kommunikation so zu gestalten, dass sich die Kinder selbstwirksam erfahren, ihr Selbstbild unterstützt und ihr Selbstwert gestärkt wird.
„Man muss eigentlich nichts anderes machen, als den Blick zu schulen und sich bewusst machen, welche Wirkung meine Interaktion hat“, sagt Markus Bach. In der Erziehung wird der Fokus häufig auf das Negative gesetzt: Wir werden von klein auf informiert, was wir falsch machen. „Und das macht etwas mit einem Menschen, wenn er immer nur mit seinen Fehlern konfrontiert wird“, unterstreicht er. Nicht den Fehler suchen – das machst du falsch – sondern die Stärken stärken, den Blick auf das richten, was positiv und richtig ist. Die Freude und die Neugier zu wecken steht als Entwicklungsmotor im Vordergrund.
Rund 20 Mitarbeitende aus der Frühförderung und der Medizinischen Therapie des Blindeninstituts wurden in Aschaffenburg in einer Basisfortbildung geschult. Drei Frühförderinnen, Maria Wiesner, Katrin Eichler und Nicole Thoma, haben die 18-monatige Ausbildung als Beraterinnen absolviert und bieten die Marte Meo Methode jetzt im Rahmen ihrer Elternarbeit an.
„Die Zertifizierung ist für unser Frühförderteam ein wichtiger Schritt für unsere gemeinsame Arbeit mit den Familien“ betont die Leitung Maria Wiesner. Auf Wunsch können Eltern der Frühförderung Sehen Termine vereinbaren, bei denen die Interaktionen mit dem Kind in besonderen Alltagssituationen kleinschrittig analysiert werden. Im gemeinsamen betrachten von Videosequenzen werden dann unterstützende und fördernde Interaktionen besprochen, die dem Kind Sicherheit geben, Chancen auf Entwicklung eröffnen und Lernmomente ermöglichen.
(ST)












