Viele kunst- und musikbegeisterte Menschen fanden sich im Obergeschoss des Blindeninstituts Rückersdorf zusammen und bewunderten die ausgestellten Werke.

Augen auf den Dachsberg - 20 Jahre Studio D und Vernissage des Kunstprojekts KunschD

Am 6. März 2026 öffnete das Blindeninstitut Rückersdorf seine Türen für „Augen auf den Dachsberg“. Gäste aus Nah und Fern – darunter Ehemalige, Eltern, Mitarbeitende, sowie Vertreter aus Politik feierten Kunst, Musik und Gemeinschaft.

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20 Jahre Studio D und Vernissage des Kunstprojekts KunschD

Augen auf den Dachsberg am 06.03.2026

Viele kunst- und musikbegeisterte Menschen fanden sich im Obergeschoss des Blindeninstituts Rückersdorf zusammen und bewunderten die ausgestellten Werke.

Ein Abend voller Begegnungen, Kreativität und berührender Momente

Am Freitag, den 06. März 2026, öffnete das Blindeninstitut Rückersdorf erneut seine Türen für „Augen auf den Dachsberg“ – einen Abend, an dem Kunst, Musik und Gemeinschaft auf besondere Weise miteinander verschmolzen. Zahlreiche Gäste aus Nah und Fern kamen auf den Dachsberg, darunter ehemalige Schülerinnen und Schüler, Eltern, Mitarbeitende, Wegbegleiter*innen, unser Vorstand Dr. Marco Bambach sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft, unter ihnen Landrat Armin Kroder.

Kunst, die Türen öffnet – im wahrsten Sinne

Zwei Kinder sitzen in einem abgedunkelten Raum, eines in einem Liegesitz und eines an einem Tisch mit Ablagefläche. Vor ihnen steht eine leuchtende Lichtquelle. Im Hintergrund sind Wandvorhänge, ein offenes Buch und verschiedene Materialien für ein Sinnes- oder Sehangebot zu sehen.
Den Auftakt bildete die Vernissage, die Werke aus dem KunschD-Projekt von Heilpädagoge Dieter Holland sowie die unter Leitung von Oswald Weigl, Kunst- und Gestaltungstherapeut, entstandenen Skulpturen präsentierte. Beide führten das Publikum anschaulich in die Welt der ausgestellten Arbeiten ein und zeigten dabei ihre große Wertschätzung für das kreative Schaffen unserer Kinder und Jugendlichen.

Sie erklärten, wie vielfältig die Herangehensweisen sind, mit denen die jungen Künstlerinnen und Künstler ihre Werke gestalten. Ob auf Leinwänden, bemalten Türen oder in kreativ inszenierten Duschwannen – jedes Stück ist ein Unikat und Ausdruck individueller Wahrnehmung. 

Besonders beeindruckte die Gäste, wie inklusiv der künstlerische Prozess gestaltet wird. Für jedes Kind wird das passende Werkzeug entwickelt – etwa Pinsel in besonderen Formen und Längen, spezielle Halterungen oder individuell gefertigte Griffe. So wird Kunst für alle erlebbar, unabhängig von Mobilität, Motorik oder Sitzposition.

Auch einige der beteiligten Künstler*innen wurden persönlich vorgestellt, sodass Gesichter und Geschichten hinter den Werken sichtbar wurden.
Der Institutsleiter Dominic Weufen begrüßte alle Musik und Kunstbegeisterten in der Aula. 
Vorstand der Blindeninstitutsstiftung, Dr. Marco Bambach, überreichte STUDIO D zum 20‑jährigen Jubiläum ein großes individualisiertes Lebkuchenherz.

Begrüßung in der Aula

Im Anschluss ging es in die Aula des Instituts, wo Institutsleiter Dominic Weufen alle Gäste offiziell begrüßte und das Wort an den Vorstand der Blindeninstitutsstiftung, Dr. Marco Bambach, übergab. In seiner Laudatio würdigte er STUDIO D als weit mehr als eine Schülerband: als einen Entwicklungsraum, in dem junge Menschen über sich hinauswachsen und ihre eigene Stimme finden können.

Besonders hob er die Leistungen der Schülerinnen und Schüler hervor, die mit großem Einsatz proben, auftreten und ihre eigenen Lieder auf die Bühne bringen – ebenso wie die pädagogische Arbeit des Teams um Torsten Nowitzki, das Musik gezielt als Mittel zur Förderung und Persönlichkeitsentwicklung einsetzt. Als sichtbares Zeichen seiner Wertschätzung überreichte er der Band ein großes, individuelles Lebkuchenherz – eine Anspielung auf den beliebten „Lebkuchen-Song“ von STUDIO D – sowie einen Gutschein für einen gemeinsamen Tag in einem professionellen Tonstudio, über den sich die Bandmitglieder sichtlich freuten. 

20 Jahre STUDIO D – ein musikalisches Jubiläum

Nun war es soweit: Die Schülerband STUDIO D betrat mit ihrem Programm
„STUDIO D macht Radio aktiv – Episode 4 ¼: Möge der Takt mit euch sein“
die Bühne. Unter der Leitung von Torsten Nowitzki nahmen unsere Kinder und Jugendlichen sowie Mitarbeitende, die die Band komplettieren, das Publikum mit auf eine lebendige Reise durch zwei Jahrzehnte musikalischer Geschichte.

Viele ehemalige STUDIO-D-Mitglieder waren an diesem Abend zu Gast, einige auch in den begleitenden Videoclips zu sehen. Das Wiedersehen sorgte für viele strahlende Gesichter und berührende Momente.
Ein Kind sitzt in einem Rollstuhl mit Ablagebrett und erforscht ein Tablett mit Wassergefülltem Kissen, in dem Schneeflocken schwimmen.  Das Kind trägt gestreifte Kleidung und sitzt nahe an der dekorierten Szene des Sehprojekts.

Musik, die bewegt – thematisch und emotional

Die Stimmung war ausgelassen und es wurde laut mitgejubelt, gesungen und begeistert applaudiert. Viele der Lieder griffen aktuelle Themen auf – darunter „Demokratie“, „Anders sein“, „Ich geh’ meinen Weg“ und „Fahr mit den Öffis“. Die eigens geschriebenen Songs von STUDIO D reißen mit, begeistern und machen Themen sichtbar, die für unsere Schülerinnen und Schüler von großer Bedeutung sind.
Mit großer Leidenschaft sangen und spielten die Bandmitglieder, wuchsen über sich hinaus und begeisterten das Publikum. Es wurde mitgesungen, gejubelt und herzlich applaudiert – die Stimmung war ausgelassen und voller Energie.
Durch das Programm führten Radiomoderator*innen, die mit viel Charme durch die vergangenen 20 Jahre STUDIO D leiteten. Videoclips auf der Leinwand rundeten die Zeitreise ab und ließen viele Erinnerungen aufleben.

Ein gemeinsamer Abschluss voller Gefühl

Alle aktuellen und ehemaligen Bandmitglieder standen gemeinsam auf der Bühne und sangen das Lied „Blumenwiese“. Viele Gäste – und auch einige Mitwirkende – konnten ihre Tränen kaum zurückhalten. Es war ein Moment voller Verbundenheit, Dankbarkeit und Stolz.

Zum Abschluss überreichte unsere Institutsleitung Weufen allen Mitwirkenden Rosen und übergab einen Gutschein für ein gemeinsames Pizzaessen. So können die Beteiligten den Abend und den Erfolg noch einmal in Ruhe Revue passieren lassen und in den schönen Erinnerungen der vergangenen Jahre schwelgen.
 
 
„Augen auf den Dachsberg“ hat erneut gezeigt, wie kraftvoll Kunst und Musik sein können – vor allem dann, wenn sie Menschen miteinander verbinden.
Unser herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, Helferinnen, Künstlerinnen, Musiker*innen, Familien und Gästen, die diesen Abend so besonders gemacht haben.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!

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