Informationen zu Schuljahresbeginn - 07.09.2020

Liebe Eltern und Sorgeberechtigte, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Liebe Schülerinnen und Schüler, Klientinnen und Klienten des Blindeninstituts Regensburg.


wir starten nun alle gemeinsam in die Herbst und Wintermonate.
Das hört sich ersteinmal sehr vertraut an. Dennoch ist in diesem Jahr alles etwas anders.

Als Einrichtung für sehbehinderte, blinde Menschen mit weiterem Unterstützungsbedarf vom frühesten Kindes- bis hin zum Erwachsenenalter, kooperieren wir mit den unterschiedlichsten Entscheidungsträgern. So kommt es vor, dass wir in verschiedenen Bereichen evtl. unterschiedliche Regelungen rund um das Thema Covid19 treffen müssen.

Wir haben die Sommerferien intensiv dazu genutzt um uns Gedanken über  Konzepte und Abläufe machen.
Eltern werden hierzu wie gewohnt über die Bereichsleitungen bzw. Gruppen- und Klassenleitungen informiert.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten wichtige Informationen wie gewohnt über das Infoportal, per Email sowie über die Informationstafeln in den jeweiligen Standorten.

Grundsätzlich gilt für alle Standorte des Blindeninstituts Regensburg:
  • Jeder Besucher (auch Eltern!) muss sich bei Betreten des Gebäudes registrieren
  • Halten Sie mind. 1,5m Abstand, wo immer es möglich ist
  • Tragen Sie zuverlässig mindestens Ihren Mund- Nasenschutz
  • Denken Sie an die Hust- und Niesetikette
  • Desinfizieren Sie Ihre Hände
  • Halten Sie sich an die allg. Hygiene- und Schutzmaßnahmen
 
Eltern und Sorgeberechtigte wenden sich mit Ihren Fragen bitte an:
Britta Büchau 0941/2984-103 - für den Bereich Schule
Anja Weisser 0941/2984-253 für den Bereich Kinder- und Jugendliche
Peter Bartenschlager 0941/2984-146 für den Bereich Erwachsene

Bei Fragen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung wenden Sie sich bitte an Frau Vera Lautenschlager: 09491/9543160 oder 0172/3826875

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden sich mit ihren Fragen bitte an den direkten Dienstvorgesetzten!

Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam, mit einer positiven Einstellung und der nötigen Rücksicht aufeinander, durch diese besondere Zeit gehen.

Herzlichen Dank

Stephan Hußlein           Britta Büchau
Institutsleitung              Schulleitung

Herzlich willkommen!

„Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.“
— Antoine de St. Exupery

Im Mittelpunkt steht der uns anvertraute Mensch mit seinen Vorlieben, Neigungen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Er erhält bei uns eine bedarfsorientierte Förderung und Versorgung, damit er sich wohl fühlt und zum Lernen motiviert ist.
Bei allen von uns betreuten Menschen ist das Sehvermögen eingeschränkt oder fehlt völlig.
Häufig kommen zur Sehbehinderung oder Blindheit weitere Behinderungen hinzu. Dies hat deutliche Auswirkungen auf alle Entwicklungsbereiche. Deshalb gilt unser Augenmerk neben der fachkompetenten seh- und blindenspezifischen Begleitung stets auch der Unterstützung der gesamten Entwicklung.

Seit über 30 Jahren in der Region Regensburg

1978 begann die Blindeninstitutsstiftung von Würzburg aus mit der mobilen Frühförderung „Sehen“ in der Oberpfalz und Niederbayern. Daraus entstand eine Frühförderstelle, die Kinder mit Sehbehinderung, Blindheit und weiterem Förderbedarf von Geburt bis zur Einschulung betreut.

Blumenwiese am Gebäude des Blindeninstituts Regensburg

Das Blindeninstitut Regensburg startete 1990 mit zwei Schulklassen und heilpädagogischer Tagesstätte. Im Jahre 2005 bezogen wir an der Brunnstube ein modernes Gebäude mit einem spezifischen Schul-, Tagesstätten-, Wohn- und Therapieangebot für 100-120 Schüler. Der Neubau ist nach aktuellen sehbehinderten- und blindenspezifischen Erkenntnissen gestaltet und eingerichtet. Die optimale Ausstattung der Räume ermöglicht eine hervorragende Förderung und Betreuung auch von Menschen mit komplexen Behinderungen.

Seit 2006 bieten wir für die nachschulische Begleitung eine Förderstätte für Menschen mit Sehbehinderung, Blindheit und Mehrfachbehinderung in unserer Außenstelle in Hemau.

Begleitung von über 220 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Zwei Kinder lachen und klatschen.

Über 130 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Sehbehinderung, Blindheit und weiterem Förderbedarf besuchen Schule, Tagesstätte, Wohnbereiche und Förderstätte. Die mobile Frühförderung „Sehen“ betreut zudem 90 Kinder im Vorschulalter.
Mittlerweile sind mehr als 200 Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichen Fachgebieten am Regensburger Blindeninstitut beschäftigt.

Sonderschullehrerinnen, heilpädagogische Förderschullehrerinnen und Betreuungskräfte unterrichten fachkundig in verschiedenen Jahrgangsstufen. Nach Unterrichtsschluss begleiten erzieherische und pflegerische Fachkräfte die Schüler in der Tagesstätte.

Eine familiäre Atmosphäre wird im Wohnbereich für 24 Kinder und Jugendliche geschaffen. Medizinisch-therapeutische und psychologische Angebote sind sinnvoll in die Tagesstruktur eingebunden. Im Anschluss an ihre Schulzeit finden junge Erwachsene Tätigkeiten in unserer Förderstätte.

Auf vertrauensvolle Kooperation mit den Familien, externen Partnern wie Ärzte, Kliniken und Behörden legen wir besonderen Wert.
In der Zusammenarbeit mit Fachschulen und Bildungsträgern bieten wir Interessierten Hospitations- und Praktikumsplätze gerne an. Besuchergruppen sind uns nach Absprache und Anmeldung herzlich willkommen.

Experten in der Blinden- und Sehbehindertenhilfe

Ein Qualitätsanspruch an alle Mitarbeiterinnen ist die gut abgestimmte Festlegung gemeinsamer Ziele in der Förderung. Darauf basiert die fachkundige Begleitung unserer Betreuten bei noch so kleinen Entwicklungsschritten. Dies erfordert eine Reihe von Maßnahmen:

  • Interdisziplinäre Förderplanung
  • Genaues Diagnostizieren
  • Respektvolle Absprachen
  • Selbstkritisches Reflektieren
  • Lernen aus „Fehlern“
  • Gutes Timing bei der Umsetzung
Fachlicher Hintergrund sind wissenschaftliche Erkenntnisse der Blinden- und Sehbehinderten-, der Heil-, Sonder- und Sozialpädagogik, der Psychologie, Pädiatrie, Augenheilkunde und Pflege.
Ein weiterer Qualitätsanspruch sind umfangreiche, fachspezifische, interne und externe Fortbildungen für unsere Mitarbeiterinnen.

Hinweis zur Verwendung der männlichen und weiblichen Schreibform

Um auch unter der Maßgabe der Barrierefreiheit (z.B. Vorlesesysteme) flüssige und gut erfassbare Texte für unsere interessierten Leser anzubieten, haben wir uns bei der Gestaltung des Internetauftritts auf eine einheitliche Schreibweise für die männliche, weibliche und diverse Form festgelegt. Der deutlich überwiegende Teil unserer Mitarbeitenden ist weiblich. Daher wird die weibliche Schreibform in den Texten verwendet. Diese schließt selbstverständlich alle Mitarbeitenden ein. Bei den Schülern verwenden wir die männliche Schreibweise, die selbstverständlich alle Clienten einschließt.