Ein Saal voller sitzender Zuhörer, gerichtet auf Johannes Spielmann der in der Menge steht und ein Mikrofon in der Hand hält.

Open Space: Wie können wir mehr Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglichen?

Eine Veranstaltung unter dem Titel „Selbstbestimmung und Teilhabe“. Rund 110 Menschen kamen in Würzburg zusammen, um sich mit Anliegen aus dem Alltag zu beschäftigen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

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Open Space

Wie können wir mehr Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglichen?

Ein Saal voller sitzender Zuhörer, gerichtet auf Johannes Spielmann der in der Menge steht und ein Mikrofon in der Hand hält.
Eine Veranstaltung unter dem Titel „Selbstbestimmung und Teilhabe“, aber ganz ohne konkrete Planung, was inhaltlich besprochen wird? Das geht und ist genau so bei der Open Space-Veranstaltung vom 10. bis 11. Juli geschehen. Rund 110 Menschen aus der gesamten Blindeninstitutsstiftung – inklusive Klient*innen und Vertreter*innen – kamen in Würzburg zusammen, um sich mit Anliegen aus dem Alltag zu beschäftigen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Das Projekt „Selbstbestimmung und Teilhabe“ läuft bereits seit Jahresbeginn in der Blindeninstitutsstiftung. Seitdem Frühjahr laufen einige Modellgruppen in den Instituten, bei denen Mitarbeitende sich unter Begleitung der Projektverantwortlichen mit dem Themenfeld in ihrer alltäglichen Arbeit und immer mit Blick auf die Klient*innen auseinandersetzen. Die Steuerungsgruppe begleitet das Projekt und ist mit unterschiedlichen Personen, auch mit der Beteiligung eines Vertreters der Menschen mit Behinderung, besetzt. Und nun fand der große Auftakt im Rahmen der Open-Space-Veranstaltung statt.
Im Vordergrund: hängende Papiere mit Schriften wie: Wählfreiheit, Sicherheit & Würde und im Hintergrund das Publikum sitzend.
Schlagworte die die Teilnehmenden während der Open Space-Veranstaltung begleitet haben.
Offener Austausch ohne feste Agenda

Open Space bedeutet, Räume für alle Themen und Anliegen zu öffnen, die die Teilnehmenden mitbringen und beschäftigen. Ganz aktiv konnten sie so das Geschehen mitbestimmen. Es gab keine Vorträge und fachliche Inputs, sondern es ging um das Miteinander und die Begegnung und um das, was eingebracht werden wollte. Wichtig dabei war auch, dass nicht über die Menschen mit Behinderung, die wir im Alltag begleiten und die ihren Lebensmittelpunkt häufig bei uns in der Blindeninstitutsstiftung haben, gesprochen wird, sondern mit ihnen. Denn das ist gelebte Teilhabe. Teilnehmende waren deshalb Jugendliche und Erwachsene aus der Stiftung, Vertreter*innen der Eltern und der Bewohner sowie Mitarbeitende aus den Instituten.

19 Themen aus dem Alltag der Stiftung

Sie alle kamen zusammen und benannten ganze 19 Themen, die anschließend in offenen Kleingruppen bearbeitet wurden. Von möglichen kleinen Schritten zur besseren Ausgestaltung von Selbstbestimmung und Teilhabe über die Freizeitgestaltung oder das Altwerden bis hin zur Kultur in der Stiftung waren die verschiedensten Themen dabei. Dies zeigt, wie umfassend das Thema alle Lebensbereiche betrifft. In einer Fishbowl-Diskussion am Samstagmorgen konnten dann einige Themen nochmals vertieft werden. Der Austausch war hier stets interessiert, ehrlich, selbstkritisch und auch mit wertvollen Aha-Momenten verbunden. Aus den Ergebnissen der Kleingruppen gingen damit wichtige Grundlagen und Ansatzpunkte für den weiteren Projektverlauf hervor.

Und auch das Drumherum der Veranstaltung bot die Möglichkeit zum Austausch: Bei einem  leckeren Grillabend am Freitag wurde es gesellig und jede und jeder konnte noch mehr von den anderen erfahren.

Und so gingen alle zufrieden und inspiriert am Samstag hinaus und die ersten Impulse konnten schon im Alltag umgesetzt werden. Das Projekt ist gestartet und geht voran. Unterstützt wird es durch eine großzügige Förderung von der Edith Mühlschlegel Stiftung.

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