Werte verbinden: Was dem Würzburger Stiftungsnetzwerk wichtig ist

Vielfalt, Respekt, und Verbundenheit mit der Region – das sind einige Werte, die die Zusammenarbeit der Stiftungen untereinander sowie mit Stadt und Landkreis Würzburg künftig prägen sollen. Beim Netzwerktreffen des Würzburger Stiftungsnetzwerks am 15. April in der Blindeninstitutsstiftung arbeiteten rund 20 Teilnehmende zusammen mit Prof. Dr. Harald Bolsinger (THWS) an einem gemeinsamen Werteverständnis.
Bei einer Führung über das Gelände und in einem Film über den Alltag blinder und sehbehinderter Menschen erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit der Blindeninstitutsstiftung. Vorstand Johannes Spielmann verwies dabei auf den Gründer Moritz Graf zu Bentheim, der schon vor 173 Jahren Gewaltfreiheit und Toleranz als Leitlinien für den Umgang mit den „Zöglingen“ der ersten Blindenschule festlegte.
Bei einer Führung über das Gelände und in einem Film über den Alltag blinder und sehbehinderter Menschen erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit der Blindeninstitutsstiftung. Vorstand Johannes Spielmann verwies dabei auf den Gründer Moritz Graf zu Bentheim, der schon vor 173 Jahren Gewaltfreiheit und Toleranz als Leitlinien für den Umgang mit den „Zöglingen“ der ersten Blindenschule festlegte.
Gemeinsame Aktion auf dem Würzburger Stadtfest
Anschließend stellten Kerstin Rudolph, Stiftungsleiterin der West-Östliche Weisheit Willigis Jäger Stiftung und Dr. Gunther Schunk, Vorstandsvorsitzender der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp als Sprecher*innen des Netzwerks die überarbeitete Website des Würzburger Stiftungsnetzwerks vor (www.wuerzburg.de/stiftungen). Außerdem informierten sie über die Planungen für eine gemeinsame Aktion zum Tag der Stiftungen im Herbst, die voraussichtlich bereits beim Würzburger Stadtfest am 19. September sichtbar werden soll.
Impulse aus Freiburg und neue Ideen für Würzburg
Spannende Impulse kamen aus Freiburg: Dort arbeiten im Regionalen Stiftungsverbund 14 Stiftungen eng zusammen und stehen zugleich in engem Austausch mit der Stadt. Frederike Pähler (Stadt Freiburg) und Dr. Berndt Tausch (step stiftung) waren per Videokonferenz zugeschaltet und machten deutlich, wie sehr persönliche Begegnungen tragfähige Kooperationen fördern können – etwa, wenn sich das Netzwerk direkt bei einem geförderten Projekt vor Ort trifft, gemeinsame Erfolge sichtbar macht und miteinander feiert. Für Würzburg entstanden aus den Freiburger Best-Practice-Beispielen konkrete Ideen: etwa Treffen direkt bei geförderten Projekten vor Ort oder ein „Speed-Dating“-Format, das Förderstiftungen und Bedarfe in der Stadtgesellschaft besser zusammenbringen könnte.
Vielfalt der Würzburger Stiftungslandschaft als Stärke verstehen
Prof. Dr. Harald Bolsinger von der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt betonte in seinem Vortrag den Wert gemeinsamer Werte für tragfähige Zusammenarbeit. Werte, so seine Botschaft, stiften Orientierung, verbinden unterschiedliche Akteurinnen und Akteure und werden erst dann wirksam, wenn sie sich auch im konkreten Handeln zeigen. Zugleich wies er darauf hin, dass das Würzburger Netzwerk andere Voraussetzungen mitbringt als der Freiburger Stiftungsverbund: Während dort zwei zentrale Themenfelder im Mittelpunkt stehen, ist das Würzburger Stiftungsnetzwerk deutlich breiter und vielfältiger aufgestellt. Gerade diese Diversität ist eine Stärke, weil sie mehr Perspektiven und Erfahrungen in die Zusammenarbeit einbringt.
Gemeinsame Werte als Grundlage der Zusammenarbeit
In einem Workshop arbeiteten drei Gruppen anschließend an einem gemeinsamen Wertefundament. In den Ergebnissen tauchten immer wieder Begriffe wie Offenheit, Vielfalt, Toleranz, Respekt, Vertrauen, Gemeinschaft, Demokratie, Verbundenheit mit der Region und Wirksamkeit auf. Als sichtbare Ausdrucksformen dieser Werte nannten die Teilnehmenden unter anderem die regelmäßige Teilnahme an Netzwerktreffen, das Teilen von Wissen, die Offenheit für neue Stiftungen, gemeinsame Projekte, Transparenz sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsame Aktionen mitzugestalten. Auch ein erster Vorschlag für einen Slogan entstand: „Region Würzburg lebt Werte“.
Zum Abschluss betonte Prof. Bolsinger, dass die erarbeiteten Werte kein starres Korsett seien. Vielmehr verstehe sich der Prozess als offene Weiterentwicklung: Werte können geschärft, ergänzt und an neue gesellschaftliche Herausforderungen angepasst werden. Genau darin liegt die Chance für das Würzburger Stiftungsnetzwerk, der Stadt und dem Landkreis Würzburg: in einer Zusammenarbeit, die auf einem gemeinsamen Werteverständnis aufbaut und zugleich offen für Neues bleibt.
Zum Abschluss betonte Prof. Bolsinger, dass die erarbeiteten Werte kein starres Korsett seien. Vielmehr verstehe sich der Prozess als offene Weiterentwicklung: Werte können geschärft, ergänzt und an neue gesellschaftliche Herausforderungen angepasst werden. Genau darin liegt die Chance für das Würzburger Stiftungsnetzwerk, der Stadt und dem Landkreis Würzburg: in einer Zusammenarbeit, die auf einem gemeinsamen Werteverständnis aufbaut und zugleich offen für Neues bleibt.




















