DAS STIFTUNGSMAGAZIN 2026

"Leben mit Hörsehbehinderung" - Unser Stiftungsmagazin anders sehen

Im Blindeninstitut begleiteten wir Menschen mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung. In dieser Ausgabe geht es um darum, wie Lernen und Alltag gelingen, wenn Hören und Sehen nicht zuverlässig sind.

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Leben mit Hörsehbehinderung

Unser Stiftungsmagazin anders sehen

Ein Junge sitzt auf einem Stuhl, an einem Tisch und lächelt freundlich in die Kamera. Seine eine Hand liegt auf seinem Schoß und seine andere auf dem Tisch.
Wie Lernen und Alltag gelingen, wenn Hören und Sehen nicht zuverlässig sind.
Seit fast fünf Jahrzehnten begleiten wir taubblinde und hörsehbehinderte Menschen. Im Blindeninstitut Würzburg leben und lernen Menschen aller Altersgruppen mit Taubblindheit. Damit gehört das Blindeninstitut zu den wenigen Kompetenzzentren für Taubblindheit in Deutschland.

Doch nicht nur in Würzburg, sondern auch an allen anderen Standorten der Stiftung leben Klientinnen und Klienten, deren beide Fernsinne – Sehen und Hören – beeinträchtigt sind oder sein könnten. Unsere Kollegin Dr. Tabea Sadowski bringt es auf den Punkt: „Gerade bei Menschen mit komplexen, also körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen müssen wir von einer Einschränkung beim Sehen und/oder Hören ausgehen, bis das Gegenteil bewiesen ist.“

Mit erheblichen Auswirkungen auf die Kommunikationsmöglichkeiten, denn eine interne Evaluation hat gezeigt: Mehr als zwei Drittel der vom Blindeninstitut begleiteten Klientinnen und Klienten verfügen über keine verbale Lautsprache. Es geht also nicht um wenige Einzelschicksale. Kommunikation ist jedoch die zentrale Voraussetzung für Selbstbestimmung und Teilhabe. Helen Keller formulierte es eindrücklich: „Blindheit trennt von den Dingen – Taubheit von den Menschen.“ Die doppelte Sinnesbeeinträchtigung birgt damit ein hohes Risiko von Ausgrenzung. Umso entschiedener setzen wir uns für gutes Sehen, gutes Hören und gelingende Kommunikation ein – in Projekten, im Alltag und in unserer fachlichen Weiterentwicklung.

Und das sind unsere Themen:

Miterlebt – Unterricht mit Taubblindheit

Wie gelingt Unterricht, wenn Sehen, Hören und Lautsprache nur eingeschränkt möglich sind? Zwei Förderschulen zeigen, wie Struktur, Materialien und unterstützte Kommunikation den Lernalltag tragen.
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Vorgestellt – Ein Tag mit einem taubblinden Menschen

Ein Tag mit dem taubblinden Chinu Kirloskar zeigt, wie Orientierung, Training und Rituale Selbstständigkeit möglich machen. Mehr dazu finden Sie hier: 
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Hingeschaut – Welche Kommunikationsformen taubblinde Menschen nutzen

Menschen mit Hörsehbehinderung oder Taubblindheit nutzen sehr unterschiedliche Wege der Kommunikation.
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Selbsttest Sehen

Sehe ich noch gut?
Im Alter nimmt das Sehvermögen ab. Eine häufige Ursache dafür ist die AMD, die zur Blindheit führen kann. Ein einfacher Selbsttest kann erste Hinweise geben.
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Ausgabe 2025: Mit fremden Augen sehen

In dieser Ausgabe geht es um die vielfältigen Beratungsangebote der Blindeninstitutsstiftung.

Titelbild des Stiftungsmagazins 2025

Ausgabe 2024: Mehr als nur Arbeit

In dieser Ausgabe geht es darum, wie Förderstätte und Werkstatt Sinn stiften.

Titelbild des Stiftungsmagazins 2024

Ausgabe 2023:

 So vielfältig geht Schule

Titelbild des Stiftungsmagazins 2023

Ausgabe 2022:

 So vielfältig sieht Zuhause aus

Titelbild des Stiftungsmagazins 2022

Angebot: Förderstätte – ein zweiter Lebensbereich mit fester Tagesstruktur

Die Förderstätten der Blindeninstitutsstiftung richten sich an blinde und sehbehinderte erwachsene Menschen mit zusätzlichen schweren Behinderungen. Häufig sind das junge Menschen, die auch nach der Schulzeit auf umfassende Unterstützung und Tagesstrukturierung angewiesen sind und sich in einer Gruppe beschäftigen können. Aber auch ältere Erwachsene finden hier ein stabiles soziales Umfeld, in dem sie ihre Interessen und Kompetenzen ausbauen können.

Ein Mann in einem elektrischen Rollstuhl in der Förderstätte

Angebot: Bentheim Werkstatt – inklusiv arbeiten

Die Bentheim Werkstatt bietet 180 Arbeitsplätze für blinde und sehbehinderte sowie taubblinde und hörsehbehinderte Erwachsene, die weitere Behinderungen haben. Sie erleben in der Bentheim Werkstatt einen abwechslungsreichen Arbeitstag mit handwerklichen oder kreativen Aufgaben.

Ein Mann mit Gehörschutz in der Werkstatt

Weitere Nachrichten aus der Blindeninstitutsstiftung

Vier Personen in einem Raum: Eine Frau in weißem Blazer hält die Hände einer sitzenden Person, daneben eine weitere. Zwei Männer lächeln im Hintergrund.

Wie Bildung gelingt, wenn Sehen und Hören kaum möglich sind

19.05.2026 Wie lernen Kinder und Jugendliche, wenn Sehen und Hören stark eingeschränkt sind? Das interessierte die Bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus, Anna Stolz, bei einem Besuch in der Blindeninstitutsstiftung in Würzburg. weiterlesen

Rostfarbene Metallskulptur aus verschlungenen Ringen auf einem Sockel im Freien, geschmückt mit weißen Rosen. Dahinter stehen Bäume und Wiese.

Save the Date: Vortrag über Zwangssterilisation sehbehinderter Menschen im Nationalsozialismus

06.05.2026 Am 8. Juli 2026 begrüßen wir den israelischen Historiker Prof. Oded Heilbronner zu einem besonderen Vortrag:„More than meets the eye“ – Augenärzte, Menschen mit Sehbehinderung, Zwangssterilisation und Erbgesundheitsgeschichte in der NS-Zeit. weiterlesen