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Eine Gruppe von fünf Menschen steht unter einem Pavillon. Links steht der Würzburger Bischof, daneben drei Jungen als Missionare verkleidet und dahinter eine Frau mit Mikrofon.

Würzburger Bischof besucht das Blindeninstitut

Anfang Juli herrschte gespannte Vorfreude, denn der Würzburger Bischof Franz Jung hatte sich persönlich im Blindeninstitut angesagt. Rund 200 Kinder, Jugendliche und erwachsene Klient*innen waren gekommen um gemeinsam den Gottesdienst zu feiern.

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Würzburger Bischof besucht das Blindeninstitut

Eine Gruppe von fünf Menschen steht unter einem Pavillon. Links steht der Würzburger Bischof, daneben drei Jungen als Missionare verkleidet und dahinter eine Frau mit Mikrofon.
Gottesdienste haben im Blindeninstitut einen festen Platz und sind für viele Klientinnen und Klienten ein wichtiger Anker im Jahresablauf. So herrschte Anfang Juli eine gespannte Vorfreude, denn zum Gottesdienst in der Kiliani-Woche hatte sich der Würzburger Bischof persönlich angesagt. Rund 200 Kinder, Jugendliche und erwachsene Klient*innen hatten sich neben Vorstand Johannes Spielmann und Institutsleiter Dr. Michael Weis im Pausenhof der Graf-zu-Bentheim-Schule versammelt, um mit Bischof Franz Jung gemeinsam den Gottesdienst zu Ehren des heiligen Kilian und seiner Freunde Kolonat und Totnan zu feiern. Die Geschichte der drei Frankenheiligen stand im Zentrum der 45-minütigen Feier, die von den beiden Seelsorgerinnen des Blindeninstituts Christine Weingärtner und Roswitha Spenkuch vorbereitet worden war. In einfacher Sprache und anschaulich von den Schülern Quentin, Julian und Florian dargestellt, verfolgten die Gottesdienstbesucher, wie sich Kilian, Kolonat und Totnan auf den Weg von Irland in das schöne Frankenland aufmachten. Natürlich musste dabei auch das Meer überquert werden, was Totnan mit „Das schaukelt aber schön“ und Kolonat mit „Mir ist schlecht“ kommentierten, sehr zum Schmunzeln des Publikums. Viele Liedereinlagen begleiteten die Reise der Missionare und machten den Gottesdienst so sehr lebendig und für die Menschen mit Seh- und Mehrfachbeeinträchtigung gut erfahrbar. In seiner Predigt sprach Bischof Jung die Bibelstelle an, in der Jesus sagte „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“. Wer nicht sieht muss großes Vertrauen haben in die Menschen und auf den Weg, den er geht. „Ich wünsche uns, dass die Augen des Herzens geöffnet werden, dass wir merken, der andere meint es gut mit uns“, schloss der Bischof und sprach den Segen. Nach dem Gottesdienst gab es bei Brezeln und kalten Getränken die Möglichkeit zu Austausch und Begegnung mit dem Kirchenoberhaupt, was neben dem Schülersprecher und der Bewohnervertretung auch viele Jungen und Mädchen nutzten.

Bischof Franz Jung nahm sich im Anschluss noch Zeit für einen Besuch in der Bentheim Werkstatt und in der Förderstätte des Blindeninstituts. Die Werkstatträte Harald Bischoff und Bernd Volkert führten durch den Berufs-Bildungsbereich, die Montagegruppe, in der auch komplexe Aufgaben wie Wartungskästen für Dialysegeräte produziert werden, und in die Keramikabteilung der Werkstatt, wo u. a. die individuellen Tontafeln für den Gedenkgarten des Instituts gefertigt werden. Beim Besuch des Sommerspektakels – einer alljährlich in der Förderstätte angebotenen Veranstaltung mit intensiven Sinneserfahrungen – konnte sich Bischof Jung im Sehpavillon einen Eindruck verschaffen, wie Sehanreize für schwerst-mehrfachbehinderte Menschen durch Leuchtobjekte im Dunkeln gesetzt werden und so das Sehen gefördert wird.

Im Gedenkgarten für verstorbene Bewohnerinnen und Bewohner des Instituts fand der Rundgang seinen Ausklang. Vorstand Johannes Spielmann dankte dem Bischof, dass er sich die Zeit für den Besuch und die Begegnung genommen habe. Auch für die beiden Seelsorgerinnen, die der Bischof als Dienstherr über die Diözese an das Blindeninstitut beordert hat, bedankte sich Spielmann: “Sie leisten eine wirklich wertvolle Arbeit hier im Institut, in fröhlichen wie in traurigen Zeiten und sind eine große Bereicherung für die Menschen mit Behinderung, die bei uns leben“.
(ST)

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